Kitas in Werder (Havel) : CDU fordert kostenlose Notbetreuung

Auch Eltern, die in sogenannten systemrelevanten Berufen arbeiten und derzeit sehr gefordert sind, sollen finanziell entlastet werden. Das Stadtparlament muss darüber entscheiden.

Die CDU-Fraktion will ein "wichtiges Signal" setzen (Symbolbild).
Die CDU-Fraktion will ein "wichtiges Signal" setzen (Symbolbild).Foto: Jens Büttner/dpa

Werder (Havel) - Die Werderaner CDU-Fraktion im Stadtparlament will auch die derzeitige Notbetreuung in den Kitas kostenfrei anbieten. Damit sollen auch diejenigen Eltern entlastet werden, die derzeit aufgrund der Coronakrise stark beansprucht sind. „Unsere Pflegekräfte, Polizisten, Verkäuferinnen, Krankenschwestern, Erzieher und Postboten und viele andere so genannte systemrelevante Beschäftigte gehen jeden Tag unter zum Teil sehr immenser Belastung ihrer unverzichtbaren Arbeit nach“, so Fraktionschef Hermann Bobka.

"Signal, dass unsere Stadt zusammenhält"

Die Entlastung für alle Eltern aus den systemrelevanten Bereichen sei ein wichtiges Zeichen des Dankes. „Es ist auch ein wichtiges Signal, dass wir in unserer Stadt auch in diesen schwierigen Zeiten zusammenhalten“, so Bobka.

Abgesehen von der Notbetreuung sind die Einrichtungen geschlossen. Die Landesregierung hatte wie jüngst berichtet sich dazu entschlossen, keine Kitabeiträge von Eltern zu erheben, die aufgrund der Coronakrise ihre Kinder derzeit nicht betreuen lassen. 

Ab April sollen die Beiträge entfallen, das Land hat dafür rund 14 Millionen Euro bereitgestellt. Bisher ist vom Land allerdings nicht vorgesehen, dass auch Eltern mit Kindern in der Notbetreuung finanziell entlastet werden. Den Antrag will die Werderaner CDU-Fraktion in der nächsten Stadtverordnetenversammlung einbringen, teilte Bobka mit. Doch bisher ist unklar, wann das Gremium wieder tagen wird. 

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