In Wildpark-West soll nachgepflanzt werden : Waldsiedlung bekommt Ersatzbäume

Wildpark-West - Teilerfolg für die Bürgerinitiative Baumerhalt in Wildpark-West: Im Hauptausschuss soll morgen Abend über eine Beschlussvorlage beraten werden, die Ersatzpflanzungen für die in dem Wohngebiet gefällten Bäume vorsieht. Die Bürgerinitiative hatte sich im März dieses Jahres gegründet, nachdem Anwohner laut eigener Aussage über Jahre beobachtet hatten, dass die Gemeinde immer mehr Bäume in der Siedlung ersatzlos fällen ließ. Laut Kerstin Witte, einem Mitglied der Initiative, sei der Baumbestand in der Waldsiedlung seit dem Jahr 2000 bereits um 40 Prozent zurückgegangen. Wenn dies so weitergehe, würde bis 2030 kein einziger Baum mehr in Wildpark-West übrig bleiben, so Witte. Die Gemeinde wies die Vorwürfe mehrfach zurück. Fällungen seien streng nach den Vorschriften der Baumschutzsatzung der Gemeinde Schwielowsee erfolgt.

In der Beschlussvorlage heißt es, dass künftige Ersatzpflanzungen aus dem dafür vorgesehenen Haushalt bezahlt würden. Norbert Kunz, Sprecher der Bürgerinitiative Baumerhalt, empfindet insbesondere diesen Teil der Vorlage als irreführend: „Es klingt so, als sei die Finanzierung der Ersatzpflanzungen aus dem Haushalt erst nach dem Beschluss möglich.“ In Wirklichkeit hätte die Gemeinde aber in den vergangenen Jahren bereits auf diesen Haushalt zugreifen können und es so gar nicht erst zu einem solchen Baumschwund in Wildpark-West kommen lassen müssen. „Wir freuen uns über den Antrag, aber die Formulierung ist irreführend.“

Beim Hauptausschuss wollen auch Vertreter der Bürgerinitiative anwesend sein und ihre Sicht beisteuern. Zu einer Entscheidung über die Beschlussvorlage wird es voraussichtlich in der nächsten Sitzung der Gemeindevertretung Schwielowsees am 9. Mai kommen.