Potsdam-Mittelmark : HINTERGRUND

Ab 1927 erwarb der Berliner Baumeister und Unternehmer Adolf Sommerfeld ein etwa einhundert Hektar großes Gelände in Kleinmachnow, auf dem er später durch seine gemeinnützige Siedlungs-Gesellschaft die Bürgerhaussiedlung für kleine Angestellte und Beamte errichten ließ. Er begann mit 150 Häusern am Düppelpfuhl. Nach einem Überfall der Nazis auf sein Haus im April 1933 floh er, zunächst in die Schweiz. Seine Siedlungsgesellschaft wurde arisiert, der Verkauf der Grundstücke dennoch fortgesetzt. Nach der Wende entspann sich ein Jahrzehnte währender Streit um die Rückgabe der rund 1000 Grundstücke. Erst im vergangenen Jahr wurde er durch eine Entscheidung des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte endgültig beigelegt. Der Gerichtshof hatte die von einem Berliner Wirtschaftsberater und Unternehmer vorgetragenen Vermögensansprüche, die ihm zuvor von der Jewish Claims Conferenz übertragen worden waren, zurückgewiesen (PNN berichteten). sos

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