Günstiger Wohnraum : Teltow plant mehr Sozialwohnungen

Grünes Licht für mehr Sozialwohnungen in Teltow. Die Stadtverordneten haben einer entsprechenden Planung für die Speicherstadt zugestimmt.

Eva Schmid
So könnte es in Teltows Speicherstadt einmal aussehen. An der Warthestraße (rechts im Bild), die über den Kanal führt, soll das Hotel entstehen. Die grün gekennzeichneten Häuser sind in Planung.
So könnte es in Teltows Speicherstadt einmal aussehen. An der Warthestraße (rechts im Bild), die über den Kanal führt, soll das...Repro: Faber+Faber Architekten, Berlin

Teltow - Die Teltower Stadtverordneten haben den Weg für den Bau weiterer Sozialwohnungen in der Stadt geebnet. Das geplante Wohngebiet in der Speicherstadt gilt jetzt als „Vorranggebiet Wohnen“. Das haben die Stadtverordneten auf ihrer Sitzung am Mittwochabend beschlossen.

Damit soll ein Teil der auf dem Speicherareal an der Warthe-, Ecke Oderstraße geplanten 400 Wohnungen sozialverträglich Mieten bekommen. Wie viele Sozialwohnungen dort entstehen könnten, sei derzeit noch nicht klar, erklärte Teltows Stadtsprecher Jürgen Stich auf Anfrage. Die Stadt Teltow werde im nächsten Schritt mit dem privaten Investor einen städtebaulichen Vertrag aushandeln und sich auf eine Anzahl an Sozialwohnungen einigen, so Stich. Ähnlich mache das auch Potsdam, betont der Stadtsprecher.

Teltow fährt für die Speicherstadt zweigleisig: In so genannten Vorranggebieten vergibt das Land Bauherren günstige Kredite unter der Bedingung, dass sie auch Sozialwohnungen bauen. Dieser Fall könnte für Teltow laut Stich interessant sein, wenn auch die Teltower Wohnungsbaugesellschaft einen Teil der Speicherstadt entwickeln sollte. Zinsgünstige Kredite vom Land nehmen vor allem kommunale Wohnungsbaugesellschaften in Anspruch, private Investoren werden aufgrund derzeit niedriger Zinsen von solchen staatlichen Angeboten nicht gelockt.

Dass Teltow überhaupt bestimmte Gebiet zu Förderkulissen umwandeln kann, liegt an einem jüngst erstellten Gutachten zum Bedarf an Sozialwohnungen in der Stadt. Demnach werde der Bedarf mit rund 1900 preisgünstigen Wohnungen aktuell noch gedeckt. In den kommenden Jahren jedoch laufe die Bindungsfrist etlicher Sozialwohnungen aus, was zu einem höheren Bedarf führe, so Stich.