Grünes Licht für Machbarkeitsstudie : Stahnsdorf stimmt für Schwimmbad

Seit Jahren wird über ein neues Schwimmbad für die Region Teltow, Kleinmachnow und Stahnsdorf diskutiert. Jetzt wollen auch die Stahnsdorfer eine Machbarkeitsstudie.

Über ein Schwimmbad wird seit Jahren diskutiert.
Über ein Schwimmbad wird seit Jahren diskutiert.Foto (Symbolbild): Andreas Klaer

Stahnsdorf - Die Stahnsdorfer Gemeindevertreter haben in ihrer Sitzung am Donnerstagabend mehrheitlich einer Machbarkeitsstudie zur neuen Schwimmhalle in der TKS-Region zugestimmt. Die sogenannte Standortentwicklungsplanung soll aufzeigen, wo genau das interkommunalen Schwimmbad entstehen könnte. Teltow und Kleinmachnow hatten bereits im vergangenen Jahr der Studie zugestimmt. Der Beschluss in Stahnsdorf geht jedoch darüber hinaus.

Denn in Stahnsdorf hatte es wie berichtet Forderungen nach konkreteren Rahmenbedingungen für die Studie gegeben. Auch bei der Sitzung am Donnerstag wurde das Thema erneut von den Gemeindevertretern heiß diskutiert. Bemängelt wurde von einigen Kommunalpolitikern vor allem die möglichen Kosten, die auf die Gemeinde zukommen. So wies etwa Ruth Barthels (Bürger für Bürger) auf die aus ihrer Sicht besondere Verantwortung Teltows mit seiner Stellung als Mittelzentrum hin. „Wir wissen, dass wir ein Mittelzentrum haben, das einen sehr teuren Hafen gebaut hat, aber bislang nicht seiner Verpflichtung nachgekommen ist, ein Schwimmbad zu bauen“, so Barthels. Sie wünschte sich eine besondere Berücksichtigung von Teltows Stellung in der Beschlussvorlage.

Der Grünen-Fraktionsvorsitzende Thomas Michel sprach sich für die Studie aus. „Wir sollten uns beteiligen, um ein Signal für die Region zu geben.“ Er plädierte dafür, sich zunächst darauf zu konzentrieren, die Studie auf den Weg zu bringen. Wenn sie abgeschlossen sei, könnten die Bau- und Betriebskosten nochmals besprochen werden. Auch Steffen Weickert von der SPD-Fraktion betonte, wie wichtig die Studie sei. Eine Änderung des Antrages lehnte er ab, da er sonst nicht mehr konform mit den Beschlussvorlagen der beiden anderen Kommunen sei, was erneut zu Verzögerungen führen könnte. Bürgermeister Bernd Albers (Bürger für Bürger) forderte, aus der Vorlage den Passus zu entfernen, in dem die Freibad Kiebitzberge GmbH mit der Erarbeitung der Studie beauftragt werden soll. Er habe Zweifel, ob die GmbH das personell leisten könne – vor allem da die Planungen bis zum Sommer 2020 bereits vorliegen sollen. Der fraktionslose Gemeindevertreter Christian Kümpel forderte angesichts der Diskussionen den Antrag erneut an die Fachausschüsse zurück zu verweisen.

Am Ende wurde der Beschluss – bei einigen Änderungen – mit 24 Ja- zu 3 Nein-Stimmen angenommen. So soll die Studie laut eines angenommenen Änderungsantrages seitens der Fraktion Bürger für Bürger auch erste Aussagen zu den Baukosten treffen und eben nicht nur zu den zu erwarteten Betriebskosten. Außerdem soll die zukünftige Schwimmhalle familienfreundlich sein und auch zum Beispiel von Senioren, Schulen und Vereinen genutzt werden können sowie Wassergymnastik, Massagen und Physiotherapie ermöglichen. Einen entsprechenden Änderungsantrag hatte die CDU-Fraktion eingebracht.

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