Goldmedaillen-Fund in Kleinmachnow : Das Rätsel ist vermutlich gelöst

Bei Bauarbeiten einer Kita in Kleinmachnow wurde eine rätselhafte Goldmedaille von 1932 gefunden. Nun meldete sich ein Journalist, der weiß, wem sie offenbar gehörte.

Womöglich lag die Medaille mehr als 70 Jahren in ihrem Versteck.
Womöglich lag die Medaille mehr als 70 Jahren in ihrem Versteck.Foto: Gemeinde Kleinmachnow

Kleinmachnow - Wem gehört die Goldmedaille der Olympischen Spiele von 1932? Das Rätsel ist offenbar schneller gelöst als ursprünglich gedacht: Der Besitzer war wahrscheinlich der Ruderer Horst Hoeck. Das zumindest sagte Volker Kluge, Journalist und Herausgeber des "Journal of Olympic History". Er rief am Dienstagvormittag bei der Gemeinde Kleinmachnow an und nannte die Hintergründe.

Medaille bei der Flucht vergessen

Der Ruderer Horst Hoeck gewann mit seinem Ruder-Vierer mit Steuermann 1932 in Los Angeles die Goldmedaille. Sieben Goldmedaillen gingen damals an Deutschland.

Hoeck leitete eine Biomalzfabrik in Teltow, sollte nach dem Krieg von den Sowjets verhaftet werden, er floh daraufhin nach Westberlin.  Die Medaille hatte er offenbar bei dem übereilten Aufbruch nicht mitgenommen. Wie die Medaille aber in die Kita kam, ist bislang noch offen.

Medaille in Kita Kleinmachnow versteckt

Die Medaille war wie berichtet Ende Juli bei Sanierungsarbeiten der Kleinmachnower Kita "Waldhäuschen" von Bauarbeitern entdeckt worden. Sie befand sich dort in einem Tresor hinter einer Wand. Die Kita-Leiterin Susanne Feser recherchierte tagelang, wem die Medaille gehören könnte. Dabei war sie auch auf den Namen Horst Hoeck gestoßen.

 

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