• Teltower Stadthafen: Goerzwerk-Betreiber erhält Zuschlag für Hafengebäude mit Gastronomie

Gastronomie am Teltower Hafen : Goerzwerk-Betreiber Silvio Schobinger erhält Zuschlag

Im dritten Anlauf ist ein Investor für das Hafengebäude am Stadthafen Teltow gefunden worden. Der neue Bau soll sich optisch an den Hafen anpassen.

Der Hafen in Teltow bekommt nun bald sein Hafengebäude mit Gastronomie.
Der Hafen in Teltow bekommt nun bald sein Hafengebäude mit Gastronomie.Foto: Andreas Klaer

Teltow - Die lange Suche scheint endlich vorbei: Silvio Schobinger, Geschäftsführer der Goerzwerk Gmbh & Co. KG, wird Investor für das lang geplante Hafengebäude mit Gastronomie am Stadthafen Teltow. Die Stadtverordneten stimmten am Mittwoch bei ihrer Videositzung mit großer Mehrheit für das Konzept des Berliner Immobilienentwicklers. Schobinger plant das Hafengebäude und das gastronomische Angebot Stück für Stück in mehreren Bauabschnitten zu entwickeln. Laut des Konzepts, soll das Gebäude modern gestaltet werden und sich an den Hafen und den Teltow-Kanal anpassen. 

Schobinger hat bereits das Goerzwerk erfolgreich entwickelt

Wie berichtet sucht die Stadt bereits seit längerem nach einem Investor, der das Hafengebäude entwickelt, in das neben der Gastronomie auch sanitäre Anlagen und das Hafenmeisterbüro untergebracht sein sollen. Im ersten Verfahren auf der Suche nach einem Investor konnte kein Interessent gefunden werden. Der zweite Anlauf platzte schließlich wegen der Coronakrise: Die Verhandlungen hatten sich wegen des Lockdowns verzögert, die Interessenten sprangen am Ende wieder ab. Beim dritten Verfahren, das bis Anfang Januar lief, gab es  neben Schobinger noch einen zweiten Interessenten. 

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Schobinger ist vor allem für die erfolgreiche Entwicklung des Goerzwerkes in Berlin-Lichterfelde bekannt. Vor rund sechs Jahren hatte er zusammen mit seinem Bruder Mario das damals weitestgehend leerstehende Industriedenkmal gekauft und anschließend restauriert. Das ca. 40.000 Quadratmeter große Areal, das Platz für 120 Unternehmen und Start-Ups bietet, ist nach Angaben der Goerzwerk GmbH & Co. KG heute nahezu komplett vermietet.

Vier Bauabschnitte laut Konzept geplant

Wie das Unternehmen mitteilte, freue sich der vom Bodensee stammenden Segelsportler Schobinger ganz besonders, dass er den Zuschlag für das Hafengebäude erhalten hat. „Der Standort eignet sich sehr gut für ein solches Projekt und es gibt nichts Vergleichbares wie das, was wir im Sinn haben“, so der Investor. Eigentümer des rund 1020 Quadratmeter großen Hafengrundstückes ist die Stadt Teltow. Schobinger wird das Grundstück im Rahmen eines Erbbaurechtsvertrages pachten. 

Der Goerzwerk-Chef plant laut Konzept die Entwicklung in vier Bauabschnitten. Zunächst sollen die Räume für das Hafenmeisterbüro, Sanitärräume für Hafengäste, ein oder mehrere Büros sowie Lagerräume entstehen. Im zweiten Bauabschnitt würde zunächst in Form eines Hafenbistros mit Terrassen eine erste kleinere gastronomische Nutzung. Laut Konzept soll dann im dritten Bauabschnitt, der frühestens nach einer erfolgreicher Saison 2022 erfolgen würde, die Gastronomie zu einem Restaurant erweitert werden mit einer Überdachung für die schon gebauten Terrassenflächen sowie weitere Außenflächen.

Gestaltung mit Materialen aus der Schifffahrt

Im vierten und letzten Bauabschnitt soll das übrige Grundstück entwickelt werden, vor allem um Platz für größere Veranstaltungen zu finden - womöglich eine Eventlocation und ein Sommerkino. Die Umsetzung der jeweiligen Bauabschnitte ist abhängig von der Bewältigung der Coronakrise. Der erste Bauabschnitt könnte im zweiten Quartal 2021 erfolgen, heißt es in dem Konzept. Für die ersten drei Bauabschnitte sind 500.000 Euro an Investitionen geplant.

Für die Gestaltung sollen Elemente aus der Schifffahrt wie Seecontainer, Masten, Segel und Holzplanken zum Einsatz kommen. Dach und Terrassen sollen bevorzugt aus heimischen Hölzern gefertigt werden und der textile Sonnenschutz über dem geplanten Biergarten soll aus teilweise gebrauchten Segeltüchern entstehen. Für die Energiegewinnung sind  Photovoltaikanlagen und Wärmepumpen geplant, letztere gespeist von der Umweltwärme aus dem Hafenbecken. 

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