Potsdam-Mittelmark : Fußballspielen jetzt auch im Winter

Maxim-Gorki-Gesamtschule bekommt neuen Sportplatz / An geplanter Sporthalle soll gespart werden

Tobias Reichelt
Sport frei für die Schüler der Maxim-Gorki-Gesamtschule in Kleinmachnow. Für 900 000 Euro bekam die Schule einen neuen Sportplatz von der Gemeinde. Am Nachmittag sollen hier auch wieder Vereine trainieren dürfen.
Sport frei für die Schüler der Maxim-Gorki-Gesamtschule in Kleinmachnow. Für 900 000 Euro bekam die Schule einen neuen Sportplatz...Foto: Andreas Klaer

Kleinmachnow - Die rund 500 Schüler der Maxim-Gorki-Gesamtschule müssen künftig auch bei Wind und Wetter draußen schwitzen: Sie werden jetzt ganzjährig auf dem neuen Sportplatz der Kleinmachnower Schule trainieren, verkündete gestern Schulsportlehrer Wolfgang Kreemke: „Solange kein Schnee liegt, geht es ab jetzt immer raus“, sagte er mit einem breiten Lächeln im Gesicht.

Beliebte Ausreden, wie ein staubiges Fußballfeld oder Pfützen auf der Sprintbahn gelten nun nicht mehr. Nach fast neunmonatiger Bauzeit wurde gestern der neue Sportplatz der Gesamtschule samt einem großen Kunstrasenspielfeld, Kugelstoßanlage, Basketballplatz, einer 100-Meter Laufstrecke aus Kunststoff, einer Weitsprunganlage und Beach-Volleyballplatz eröffnet. Insgesamt 900 000 Euro investierte die Gemeinde. Der Platz soll sowohl von den Schülern der Gesamt-, als auch von den Kindern der benachbarten Grundschule auf dem Seeberg und der Waldorfschule genutzt werden. Am Nachmittag und Abend werden zudem der Regionale Sportverein Teltow, Kleinmachnow, Stahnsdorf (RSV) und andere Vereine sowie der angrenzende Jugendclub den Platz nutzen dürfen.

Mit einem kräftigen Pfiff in eine Trillerpfeife gab Kleinmachnows Bürgermeister Michael Grubert (SPD) gestern den neuen Platz frei. Künftig werde er aus seinem Amtszimmer vom benachbarten Rathaus heraus den Sportunterricht der Schüler beobachten können – „wenn ich mal nichts zu tun habe“, so Grubert.

Neben dem Sportplatz können die Gorki-Schüler und auch die Kinder der benachbarten Schulen zudem bald mit einer neuen Dreifeld-Sporthalle rechnen, sagte Grubert. „Der Bedarf ist da“, verteidigte er die zuletzt in die Kritik geratenen Baupläne. Knapp 5,7 Millionen Euro könnte solch eine moderne Halle kosten, die auf dem Hof der Schule entstehen soll (PNN berichteten). In der jüngsten Sitzung des Bauausschusses wurde heftig über die hohe Bausumme gestritten. Auch im Finanzausschuss sprachen sich Gemeindevertreter am Donnerstagabend nun für eine günstigere Variante aus. Die Baupläne sollen nachgebessert werden. Durchaus könne man an der Wärmedämmung und an der energiesparenden aber teuren Verglasung der Halle sparen, wurde man sich einig. Knapp eine Million Euro soll die Halle günstiger werden. Die Energieeinsparungen beim Heizen stünden in keinem Verhältnis zu den hohen Baukosten, hieß es auch gestern bei der Eröffnung des Sportplatzes.

Auf dem Platz sollen künftig alte Rekorde der Kleinmachnower Schüler gebrochen werden, kündigte Jens Paetznick an, einer von insgesamt neun Sportlehrern an der Gesamtschule. „Die Schüler werden jetzt in ihren Leistungen explodieren“, sagte Paetznick. Die neuen Sportbedingungen seien hervorragend und nicht zu vergleichen mit dem alten staubigen Sandplatz, pflichtete ihm auch Schulleiterin Petra Dziewulski bei.

Schon am Montag wird wieder der erste Sportunterricht im Freien stattfinden – egal bei welchem Wetter, außer es schneit. Tobias Reichelt