• Für 7,4 Millionen Euro: Villen von Bushido und Arafat Abou-Chaker an Sohn von Clan-Boss versteigert

Für 7,4 Millionen Euro : Villen von Bushido und Arafat Abou-Chaker an Sohn von Clan-Boss versteigert

Das Villenensemble in Kleinmachnow hatte einen Wert von 14,8 Millionen Euro. Nun wurde es für die Hälfte versteigert.

Die Villen gehörten Bushido und seinem früheren Geschäftspartner Arafat Abou-Chaker.
Die Villen gehörten Bushido und seinem früheren Geschäftspartner Arafat Abou-Chaker.Foto: Manfred Thomas

Kleinmachnow - Das Villenensemble von Rapper Bushido und Arafat Abou-Chaker ist am Mittwoch für die Hälfte des Verkehrswerts und zum Mindestgebot von 7,4 Millionen Euro an einen Sohn des Berliner Clanchefs versteigert worden.

Bushido und Abou-Chaker erschienen am Mittwochvormittag persönlich am Amtsgericht Potsdam, die Zwangsversteigerung der drei Villen in Kleinmachnow wurde unter erhöhten Sicherheitsvorkehrungen abgehalten.

Die Villen gehörten Bushido, mit bürgerlichem Namen Anis Ferchichi, und seinem früheren Geschäftspartner Arafat Abou-Chaker gemeinsam. Doch Bushido löste sich vom Clanboss, es gab Streit. Er beantragte die Zwangsversteigerung zur Aufhebung der Eigentümergesellschaft.

Der Verkehrswert des Villenensembles und der Grundstücke südlich von Berlin liegt laut Gericht bei mehr als 14,8 Millionen Euro. Bei der Versteigerung konnte das Gericht den Zuschlag nur für Angebote ab 7,4 Millionen Euro erteilen.

Bieter, die eine Sicherheit von mehr als 1,4 Millionen Euro hinterlegen mussten, gab es zunächst nicht. Schließlich kam das Angebot aus der Entourage, die den Clanboss ins Gericht begleitet hat. Der 2001 geborene Sohn bekam den Zuschlag für 7.401.500 Euro. Die Hälfte davon, 3,7 Millionen Euro bekommt Bushido. Die Abou-Chakers können in den Villen bleiben.

Bushido (M.) kam unter Polizeischutz zum Potsdamer Amtsgericht. 
Bushido (M.) kam unter Polizeischutz zum Potsdamer Amtsgericht. Foto: dpa

Hintergrund ist die Trennung der einstigen Geschäftspartner. Diese beschäftigt auch das Landgericht Berlin in einem Strafprozess - mit Bushido als Nebenkläger und Zeuge. Angeklagt sind Arafat Abou-Chaker und drei Brüder des Berliner Clanchefs. Die Anklage lautet auf Freiheitsberaubung, versuchte schwere räuberische Erpressung, Nötigung, gefährliche Körperverletzung, Beleidigung und Untreue.

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Nach Darstellung von Bushido sollen sein langjähriger Freund und Geschäftspartner und dessen Brüder ihn am 18. Januar 2018 in einem Büro eingesperrt, beschimpft, bedroht und verletzt haben. Hintergrund soll gewesen sein, dass der Abou-Chaker nicht akzeptiert habe, dass Bushido die Geschäftsbeziehung aufgelöst hatte.

Zu der Beziehung der einstigen Geschäftspartner wurden bereits zahlreiche Zeugen befragt. Am Mittwoch sollte nun auch Rapper Kay One befragt werden. Der 37-Jährige und Bushido hatten zunächst gemeinsame Erfolge gefeiert, dann folgte ein jahrelanger Streit. Für die Befragung von Kay One war ein Tag vorgesehen. (mit dpa)

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