Forderung des Caputher Bürgerbündnisses : Videoüberwachung an der Grundschule?

Geht es nach dem Caputher Bürgerbündnis, sollte die Grundschule bald mit Kameras gesichert werden. Es sei zu unübersichtlich geworden, argumentiert das Bündnis.

Foto: Lukas Schulze/dpa

Caputh - Um für mehr Sicherheit an der Caputher Grundschule zu sorgen, fordert das Bürgerbündnis Schwielowsee eine Videoüberwachung an zwei Eingängen der Schule. Platziert werden sollen die Kameras laut dem Antrag der Fraktion Bürgerbündnis Schwielowsee vor dem Eingang des Hauptgebäudes ebenso wie im Bereich der Außentoiletten.

Das Bündnis argumentiert mit Abschreckung

Die Kameras sollten vor allem zur Abschreckung dienen, betonte Fraktionschef Roland Büchner gegenüber den PNN. Die Videoüberwachung sei nötig, da die Situation an der Grundschule mittlerweile unübersichtlich geworden ist. Normalerweise sei die Türe zur Grundschule verschlossen, da sich aber durch die gemeinsame Nutzung mit den Kitakindern ein „reger Publikumsverkehr zu Hol- und Bringzeiten“ entwickelt habe, hätten die Lehrer den Eingang nicht mehr im Blick. Daher wolle man jetzt die Sicherheit vor Ort verstärken, so Büchner weiter. Konkrete Vorfälle indes hat es an der Caputher Grundschule bisher nicht gegeben.

Konkrete Vorfälle hat es an der Caputher Grundschule noch nicht gegeben.
Konkrete Vorfälle hat es an der Caputher Grundschule noch nicht gegeben.Foto: Martin Müller

Wie berichtet müssen Caputher Kitakinder aufgrund von Platzproblemen in ihrer Einrichtung auf die Schule ausweichen. Betroffen ist eine Gruppe von Vorschulkindern, die aktuell in der Schule betreut wird. Sowohl Eltern der Kitakinder wie auch der Grundschüler kritisierten zuvor die Zusammenlegung – der Sicherheitsaspekt war dabei aber nicht Thema. Die Gemeinde plant unterdessen die Schule auszubauen.

Noch ist offen, ob die Gemeindevertreter entscheiden werden

Das Bürgerbündnis will laut ihrem Antrag, eine „datenschutzkonforme Kameraüberwachung“ einrichten. Das Videomaterial könnte bei einem Vorfall auch von den Behörden verwendet werden, so Büchner. Er ließ jedoch durchblicken, dass nicht er, sondern andere Fraktionsmitglieder auf die Videokameras drängen würden. Bestärkt worden seien sie dabei von manchen Eltern, so Büchner. Bürgermeisterin Kerstin Hoppe (CDU) indes lehnte das Vorhaben im Ausschuss ab und verwies darauf, dass sie entgegen der Aussagen des Bürgerbündnisses eher Bedenken von den Eltern wahrgenommen hätte. Wie die Leitung der Schule zu dem Vorhaben steht, war am Donnerstag kurzfristig nicht zu erfahren.

Der Antrag des Bürgerbündnisses ist von den Mitgliedern im jüngsten Sozialausschuss mehrheitlich abgelehnt worden. Ob über das Vorhaben die Gemeindevertretung entscheiden wird, ist derzeit noch offen. So war am Donnerstag nicht herauszubekommen, ob die Fraktion nach der Absage im Sozialausschuss ihren Antrag aufrechterhalten will.