Fällungen im Sabersky-Park in Teltow : Stadtverordnete reagieren mit Eilantrag

Im Sabersky-Park wurden zahlreiche Bäume gefällt. War das legal? Nun schaltet sich die Stadt Teltow ein.

Seit Jahren wurde um den Erhalt des zum ehemaligen Gutshof gehörigen Parks gekämpft.
Seit Jahren wurde um den Erhalt des zum ehemaligen Gutshof gehörigen Parks gekämpft.Foto: Manfred Thomas

Teltow – Nach den umstrittenen Baumfällungen im Sabersky-Park haben Teltows Stadtverordnete am Mittwochabend den im Sommer beschlossenen Bebauungs- und Grünordnungsplan für das Areal mit einer Veränderungssperre belegt. Somit soll der Grünzug gesichert und zugleich verhindert werden, dass der Eigentümer die Fläche an der Lichterfelder Allee bebauen kann. Die Stadtverordneten hatten dazu fraktionsübergreifend einen Eilantrag auf die Tagesordnung ihrer Sitzung gehoben, um zu verdeutlichen, dass sie weiter willens sind, den Park dauerhaft als grüne Lunge im Ort zu erhalten.

Vermutlich mehr Bäume abgeholzt als erlaubt

Wie berichtet hatten die Grundstückserben am Wochenende damit begonnen, in dem ehemaligen Gutshofpark, zahlreiche der über die Jahre dort hochgewachsenen Bäume niederzureißen. Wie viele, blieb zunächst offen. Jedoch gingen Augenzeugen davon aus, dass mehr abgeholzt worden ist, als durch das Landeswaldgesetz erlaubt sei. "Die genaue Anzahl der Bäume ist wohl nicht mehr zu ermitteln, da auch kleine Jungbäume vernichtet wurden", sagte etwa der frühere Stadtverordnete Wolfgang Köhn. Zudem sollen komplette Bäume nicht gesägt, sondern mit der Wurzel herausgerissen worden sein. Um zu prüfen, wieviel vernichtet wurde, wurden zunächst Luftbilder gemacht.

Erben-Vertreter Florian Lewens hatte jedoch betont, dass es sich bei den Arbeiten um eine genehmigte Aufforstung des Waldes im Rahmen der Bewirtschaftung handele. Nach Angaben der Forstbehörde dürften demnach bis zu 60 Prozent der Bäume entnommen werden, jedoch dürften keine Freiland ähnliche Flächen entstehen, hieß es. Dies sei bislang noch nicht der Fall gewesen.

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