Fällungen im Sabersky-Park in Teltow : Anwohner schlagen Alarm

Die Bewohner von Teltow-Seehof fürchten um die Bebauung ihrer grünen Lunge.

Seit Jahren wurde um den Erhalt des zum ehemaligen Gutshof gehörigen Parks gekämpft.
Seit Jahren wurde um den Erhalt des zum ehemaligen Gutshof gehörigen Parks gekämpft.Foto: Manfred Thomas

Teltow - Helle Aufregung in Teltow-Seehof: Im Sabersky-Park an der Lichterfelder Allee werden seit dem Wochenende offenbar massiv Bäume gefällt. Anwohner fürchten nun erneut um ihren Wald, nachdem es schon seit Jahren Auseinandersetzungen um das Kleinod zwischen Stadt und Eigentümern gab. "Gestern Mittag war das gesamte Zentrum des Parks schon fast baumlos", berichtete etwa der Teltower Wolfgang Köhn. Der frühere Stadtverordnete kämpft schon seit Jahren um den Erhalt des zum ehemaligen Gutshof der jüdischen Großgrundbesitzer Max und Albert Sabersky gehörigen Parks. 2011 hatte er dessen Eintragung in die Landesdenkmalliste erreicht. Der Status war dem Gutshofsgarten vor einem Jahr aber wieder aberkannt worden, nachdem die Erben gerichtlich dagegen vorgegangen waren. 

Erst kürzlich hatte die Stadt versucht, den Wald dauerhaft zu sichern

Zuletzt hatte Teltow den Wald mit einem Grünordnungsplan belegt, um ihn so dauerhaft zu sichern, nachdem die Flächeneigentümer keinen Hehl daraus gemacht hatten, weiter an dem Ziel festzuhalten, das Areal bestmöglich zu vermarkten und bebauen zu wollen (PNN berichteten). Das Thema sei auch noch nicht ausdiskutiert, erklärte Erbenvertreter Florian Lewens den PNN. Die Vermutung einiger Anwohner, bei den Fällungen könnte es sich bereits um erste Bauvorbereitungen handeln, wies er aber zurück. "Die Eigentümer kommen gegenwärtig ihrer Pflicht einer ordnungsgemäßen Bewirtschaftung des Waldes nach", erklärte er. "Tote Bäume und Astwerk werden herausgenommen und erhaltenswerter Baumbestand wird soweit freigeschnitten, das er sich wieder gut entwickeln kann", sagte er. Damit seien die Eigentümer auch der Forderung der Stadt nachgekommen, dafür zu sorgen, dass von dem Waldbestand keine Gefahren für die Bevölkerung ausgehen, erklärte er. 

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