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Ermittlung wegen Totschlags : 40-Jährige stirbt nach Streit mit ihrem Ehemann

In Werder (Havel) hat ein 64-Jähriger seine Frau angegriffen und versuchte sie danach in einem Teich zu ertränken. Anschließend flüchtete er vor der Polizei. Die Ermittler vermuten Trennung als Motiv.

Johannes Neudecker dpa
Foto: Sebastian Gabsch

Werder (Havel) - Nach dem gewaltsamen Tod einer 40-Jährigen in Werder (Havel) gehen die Ermittler davon aus, dass das Motiv des mutmaßlichen Täters und Ehemannes die Trennung des Paares gewesen ist. Das teilte die Staatsanwaltschaft Potsdam am Dienstag mit. Den 64-Jährigen habe man bislang nicht vernehmen können, sagte ein Sprecher.

Die 40-Jährige ist am Montagabend gestorben, nachdem ihr Mann sie angegriffen haben soll. Das meldete die Polizei am späten Montagabend. Die Tat ereignete sich im Werderaner Ortsteil Elisabethhöhe, inzwischen hat die Mordkommisson Ermittlungen wegen Totschlags übernommen.

Nach derzeitigen Erkenntnissen der Polizei soll sich die Tat gegen halb sieben am Abend ereignet haben. Aus bislang ungeklärter Ursache kam es zwischen der 40-Jährigen und ihrem Ehemann zunächst zu einer verbalen Auseinandersetzung, in dessen Folge der 64-Jährige laut Polizeiangaben "mehrfach gewaltsam" auf seine Frau "eingewirkt" haben soll. Danach versuchte er, sie in einem Teich zu ertränken. Trotz sofortiger Wiederbelebungsmaßnahmen starb die schwer verletzte 40-Jährige noch vor Ort. Wer die Beamten alarmiert hatte oder ob es Zeugen der Tat gibt, teilte die Polizei bislang nicht mit. 

Mit dem Auto gegen die Hauswand geprallt

Auf einem Industriegelände in Plötzin ist der 64-Jährige gegen eine Wand gefahren. 
Auf einem Industriegelände in Plötzin ist der 64-Jährige gegen eine Wand gefahren. Foto: Julian Stähle/dpa

Ihr Mann flüchtete nach der Tat in einem Auto, die Polizei leitete sofort Fahndungsmaßnahmen ein, auch ein Hubschrauber kam zum Einsatz. Gegen 19:20 Uhr wurde den Beamten dann ein Unfall auf einem Industriegelände in Plötzin gemeldet. Dort war der 64-Jährige frontal in eine Hauswand gefahren und schwer verletzt. „Wir vermuten, dass der Unfall in suizidaler Absicht geschehen ist“, sagte der Sprecher. Der Mann wurde in ein Krankenhaus gebracht. Die Ermittlungen dauern an.

Es ist kein Einzelfall, dass Frauen Gewalt erleben, wenn sie Annäherungen zurückweisen oder sich trennen wollen. Nach Zahlen des Bundeskriminalamtes (BKA) versucht im Durchschnitt jeden Tag ein Mann, seine Frau oder Ex-Partnerin umzubringen. 2018 wurden bundesweit 123 Frauen von ihren Lebensgefährten oder Ex-Männern getötet, hinzukommen 208 Mord- beziehungsweise Totschlagsversuche in Partnerschaften. Oft verschleiern Begriffe wie Beziehungstat oder Familiendrama diese Gewalt gegen Frauen.

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