Drei Varianten für Biomalzspangenprojekt : Grüner Lärmschutz für Stahnsdorf

Stahnsdorf - Die Planungen für die Lärmschutzwand entlang der künftigen Biomalzspange, die die Gewerbegebiete zwischen Teltow und Stahnsdorf miteinander verbindet, werden konkreter.

Ein Planungsbüro hat am Dienstagabend im Stahnsdorfer Bauausschuss verschiedene Varianten vorgestellt, die auf einem Teil der insgesamt 650 Meter langen neuen Trasse entstehen soll. Auf Stahnsdorfer Gebiet ist bisher eine 120 Meter lange Lärmschutzwand geplant.

Das Teltower Ingenieurbüro Baurconsult hat für die vier Meter hohe Wand verschiedene in Frage kommende Materialien geprüft, darunter Beton, eine Stahl- und Aluminiumkonstruktion sowie ein natürlicher Erdwall. Untersucht wurde zudem, wie gut die Materialien den Lärm absorbieren, sich in das Landschaftsbild einpassen und wie teuer sie in der Anschaffung und Pflege sind.

Das Rennen hat die Steilwand gemacht: Dabei soll eine Gitterkonstruktion mit Erde verfüllt werden. Die natürliche Wand soll zudem begrünt werden. Die Vorteile sind laut dem Planungsbüro: geringer Pflegeaufwand, geringere Kosten als bei einer Wand aus Beton oder Aluminium, kein Ärger mit Graffitis. Die Baukosten schätzen die Planer auf rund 120 000 Euro, die Aluminiumvariante würde gute 60 000 Euro mehr kosten. Auch die laufenden Kosten durch Wartung und Pflege seien mit 5000 Euro pro Jahr nur halb so teuer wie für die beiden anderen Varianten. Der Bauausschuss gab einstimmig eine Empfehlung für die grüne Lärmschutzwand ab.

Der Bau der Biomalzspange soll wie berichtet 2019 erfolgen. Derzeit muss gemäß den Auflagen ein Ersatzhabitat für Zauneidechsen geschaffen werden. Unterdessen kämpft eine Anwohnerinitiative für einen besseren Lärmschutz entlang der Trasse. Sie fordert unter anderem, die geplante Wand auf Höhe Hermannstraße um etwa 300 Meter zu verlängern. Zudem kritisiert sie, dass die Zahlen zum Verkehrsaufkommen zu niedrig angesetzt worden sind. 

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