Die Lage in Potsdam Mittelmark am Montag : Keine Neuinfektion, kein Todesfall

Die Lage in der Mittelmark entspannt sich derzeit ein wenig, die Zahlen steigen nicht an. Seit Montag sind auch erste Rathäuser wieder geöffnet.

Proben von Menschen mit Covid-19-Verdacht werden in einem Labor für die weitere Analyse vorbereitet. 
Proben von Menschen mit Covid-19-Verdacht werden in einem Labor für die weitere Analyse vorbereitet. Foto: Sven Hoppe/dpa

Potsdam-Mittelmark - Die Zahl der Neuinfektionen ist in Potsdam-Mittelmark von Sonntag auf Montag nicht angestiegen, auch sind im Kreis über das lange Maiwochenende bis zum gestrigen Montag keine weiteren Todesfälle im Zusammenhang mit dem Coronavirus zu verzeichnen. Die Zahl der Infizierten liegt damit bei 476 Menschen, von ihnen müssen noch immer 68 stationär behandelt werden.

Seit mehreren Tagen nimmt die Ausbreitung des Virus im Kreis merklich ab. Noch vor rund einer Woche wurden innerhalb von 24 Stunden noch bis zu 22 Neuinfektionen registriert. Auch die Zahl der Verdachtsfälle stagniert mittlerweile bei 2274 Personen. Die Zahl der Menschen in Quarantäne ist leicht rückläufig und lag am Montag bei 106 Personen, das sind drei weniger als am Sonntag.

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Werder (Havel) ist weiter Corona-Hotspot

Mit 150 Infizierten, 22 Todesfällen und mittlerweile 24 Genesenen ist Werder (Havel) weiterhin der Corona-Hotspot im Landkreis. Die am zweitstärksten betroffene Kommune nach Werder ist Kleinmachnow – mit nur einem Drittel der Fälle (52 Infizierte). Am wenigsten betroffen sind die ländlich gelegenen Kommunen im Hohen Fläming.

„Die in Werder verzeichneten hohen Fallzahlen hängen auch mit der frühzeitig eingerichteten Anlaufstelle für Atemwegserkrankte zusammen“, so Kreissprecher Thomas Möller. Die Corona-Abstrichstelle sei stark frequentiert, „dadurch werden viele Fälle frühzeitig erkannt“. Die darüber hinaus höheren Fallzahlen könne sich der Kreis indes nicht erklären, sie könnten sowohl mit dem Corona-Ausbrüchen in zwei Werderaner Seniorenheimen (siehe Artikel unten) sowie mit den zahlreichen Touristen zusammenhängen, die trotz Eindämmungsverordnung am Wochenende in die Havelstadt strömen.

Unterdessen sind das Teltower und das Stahnsdorfer Rathaus in Teilen bereits seit dem gestrigen Montag wieder für Besucher offen. Rein kommt man aber nur, wenn man einen Termin hat und wenn für das Anliegen wirklich ein Präsenztermin nötig ist. In Kleinmachnow ist die schrittweise Öffnung für den 7. Mai vorgesehen, ebenfalls mit vorherigem Termin und mit Maskenpflicht. 


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