Die Lage in Potsdam-Mittelmark am Freitag : Kaum Neuinfektionen

In den letzten 24 Stunden ist ein Coronapatient in der Mittelmark gestorben. Insgesamt steigen die Zahlen nur leicht an und der Kreis sieht sich für die neue Verordnung des Landes gerüstet.

Tickets können demnächst auch wieder im Bus gekauft werden. 
Tickets können demnächst auch wieder im Bus gekauft werden. Foto: Ottmar Winter

Potsdam-Mittelmark - In Potsdam-Mittelmark ist ein weiterer Mensch im Zusammenhang mit dem Coronavirus gestorben. Das teilte der Landkreis am Freitagnachmittag mit. Die verstorbene Person kommt aus dem Amt Brück. Insgesamt steigt die Zahl der Todesfälle im Kreis damit auf 40 an.

Die Zahl der Coronafälle ist seit Donnerstag nur leicht um zwei auf nun insgesamt 491 angestiegen. Jeweils ein weiterer Fall wurde in Teltow und in Schwielowsee verzeichnet. Aktuell müssen 56 der infizierten Personen außerhalb von Potsdam-Mittelmark stationär betreut werden. Die Zahl der Verdachtsfälle im Kreis stagniert seit Donnerstag bei 2415 Personen. Die Zahl der Genesenen erhöhte sich im Kreis von 190 auf 197.

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Am Montag wieder Ticketkauf im Bus möglich

Wie berichtet wird mit der neuen Eindämmungsverordnung des Landes Brandenburg, die am Samstag in Kraft treten soll, eine Obergrenze für Neuinfektionen festgelegt. Sobald sich in einem Landkreis oder einer kreisfreien Stadt binnen einer Woche mehr als 50 Menschen pro 100 000 Einwohner neu infizieren, sollen demnach die Beschränkungen wieder verschärft werden. Einige hatten die Obergrenze als zu hoch kritisiert und vor Überlastungen durch zu viele Neuinfektionen gewarnt. Der Landkreis Mittelmark erklärte auf Anfrage gegenüber den PNN, dass man davon ausgehe, die möglicherweise hohe Beanspruchung meistern zu können. Eine abweichende Regelung sei daher nicht geplant. Käme es in einzelnen Einrichtungen zu hohen Fallzahlen, könne man schnell eingreifen. Für Potsdam-Mittelmark liegt die Obergrenze umgerechnet bei 107 Neuinfektionen innerhalb einer Woche. Aktuell liege dieser Wert bei 30, so der Landkreis.

Wie das Unternehmen Regiobus mitteilte, soll ab Montag wieder der Ticketkauf in den Bussen möglich sein. Dafür werde die vordere Tür beim Fahrer geöffnet. In den Bussen, in denen es machbar sei, bleibe einer der beiden Türflügel geschlossen, um Abstand zwischen den Gästen zu ermöglichen. Die Kunden, die bereits über ein Ticket verfügen, können weiterhin durch eine der hinteren Türen einsteigen. Um seine Fahrer zu schützen, will das Unternehmen nun die Fahrerkabinen mit klappbaren Plexiglasscheiben ausstatten. Die Fahrer seien bereits mit Mund-und-Nasen-Schutz, Handschuhen und Desinfektionsmittel versorgt. Die ersten Sitzreihen im vorderen Bereich sollen weiterhin gesperrt bleiben. 


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