• Die Lage in Potsdam-Mittelmark am Donnerstag: Kreis erlässt Eltern Beiträge für die Tagespflege

Die Lage in Potsdam-Mittelmark am Donnerstag : Kreis erlässt Eltern Beiträge für die Tagespflege

Erst ab Juni sollen Eltern wieder für die Notbetreuung ihrer Kinder bei Tagesmüttern und -vätern  bezahlen. Coronavirus breitet sich im Landkreis weiter nur noch langsam aus.

Kitakinder auf einem Spielplatz.
Kitakinder auf einem Spielplatz.Foto: Andreas Klaer

Potsdam-Mittelmark - Eine gute Nachricht für Eltern, die derzeit ihre Kinder von Tagesmüttern oder -vätern betreuen lassen: Der Landkreis Potsdam-Mittelmark wird für Kinder, die im April und Mai in Tagespflegestellen

notbetreut wurden, grundsätzlich keinen Elternbeitrag erheben. Das gilt auch für Kinder, die aufgrund der aktuellen Situation ausnahmsweise nicht in ihrer Tagespflege, sondern in einer Kita betreut wurden. Grundlage für die Befreiung sei ein Vetrag mit einer Tagespflegestelle. Der Kreis ist für die Tagespflege zuständig. Für den Monat Juni sollen zudem nur diejenigen Eltern Beiträge bezahlen, die am Stichtag 1. Juni einen Anspruch auf Notbetreuung haben. Beginne die Notbetreuung nach dem 1. eines Monats,  so müssten die Eltern auch für diesen Monat keinen Elternbeitrag bezahlen, teilte der Landkreis mit. Dies habe mit der entsprechenden Erstattungsrichtlinie des Landesjugendministeriums zu tun.

Land zahlt für Kinder, die zuhause betreut werden

Das Land hatte den Kommunen und kreisfreien Städten Zuwendung in Höhe von rund 13 Millionen Euro für die Elternbeitragsausfälle im April zugesagt – mit dem Geld sollten jedoch nur die Beiträge von Eltern kompensiert werden, die ihre Kinder wegen der coronabedingten Schließung der Kitas und Schulen zu Hause betreuen. Da mittlerweile in vielen Kommunen bereits beschlossen wurde oder geplant ist, ach Eltern mit Kindern in der Notbetreuung zu entlasten, hat der Landkreis sich zu dem Erlass der Beiträge für die Tagespflege entschlossen. Dadurch sollen vor allem Rathausmitarbeiter entlastet werden, die sonst womöglich für die Kinder bei Tagesvätern und -müttern nochmals alles gesondert berechnen müssten. Das sagte die Kreisverwaltung auf Anfrage. 

Nur eine Neuinfektion registriert 

Unterdessen ist die Zahl an Neuinfektionen kaum angestiegen – innerhalb eines Tages kam nur eine weitere infizierte Person hinzu. Aktuell sind im Kreis 489 Menschen mit dem Coronavirus infiziert. Die Zahl der Todesfälle liegt weiterhin bei 39. Nach unten korrigiert hat das Gesundheitsamt mittlerweile die Zahl der Patienten in stationärer Behandlung, statt der bisher angenommenen 76 Personen sind es nur noch 54. Grund für die Differenz sind verspätete Meldungen aus den jeweiligen Gesundheitsämtern, die für die Krankenhäuser zuständig sind. Alle mittelmärkischen Patienten werden derzeit in Krankenhäusern außerhalb des Landkreises versorgt. 

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Aus der unter Quarantäne stehenden Teltower Einrichtung für Menschen mit geistiger Behinderung des Diakonissenhauses hieß es am Donnerstag, dass es allen 20 Bewohnern und ihren vier Betreuern momentan gut gehe, sie keine Symptome zeigen. Bewohner und Betreuer sollen, nachdem ein Betreuer sich mit dem Virus infiziert hatte, in den kommenden Tagen getestet werden. 


[In einer früheren Version des Artikels haben wir geschrieben, dass auch Eltern mit Kindern in der Kitanotbetreuung durch den Kreis entlastet werden. Das stimmt nicht. Wir bitten den Fehler zu entschuldigen]
 

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