Corona-Lage in Potsdam-Mittelmark : Kreis überschreitet kritische 100er-Inzidenz

In Potsdam-Mittelmark drohen wieder strengere Corona-Maßnahmen. In der neuen Impfstelle im Landkreis wurden zum Start rund 70 Menschen geimpft.

Potsdam-Mittelmark verzeichnet wegen zahlreicher Neuinfektionen in den vergangenen Tagen eine Inzidenz von über 100 (Symbolbild).
Potsdam-Mittelmark verzeichnet wegen zahlreicher Neuinfektionen in den vergangenen Tagen eine Inzidenz von über 100 (Symbolbild).Foto: Andreas Arnold/dpa

Bad Belzig - Der Landkreis Potsdam-Mittelmark hat aufgrund der steigenden Zahl von Corona-Neuinfektionen der vergangenen Tage einen Inzidenz-Wert von 106,2 erreicht. Liegt sie in den kommenden drei Tagen weiterhin bei über 100, gelten ab Freitag nach der geltenden Eindämmungsverordnung des Landes wieder verschärfte Corona-Maßnahmen. 

Wie Kreissprecher Kai-Uwe Schwinzert auf Anfrage gegenüber den PNN mitteilte, habe die Kreisverwaltung bislang noch keine konkreten Maßnahmen geplant, sollte der Wert weiterhin hoch liegen. Hintergrund ist die neue Eindämmungsverordnung des Landes, mit der Ende der Woche gerechnet wird. Wie berichtet, hatte sich das Kabinett am Dienstag darauf verständigt, den Beschluss der Ministerpräsidentenkonferenz (MPK) mit Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) umzusetzen und den Lockdown bis zum 18. April zu verlängern.

Rund 70 Geimpfte nach Start der neuen Impfstelle

Das Gesundheitsamt Potsdam-Mittelmark meldete am Dienstag 30 neue Infektionen. Aktuell infiziert sind 267 Menschen. Insgesamt wurden bisher 6420 Infektionen im Landkreis registriert. Davon gelten 5793 Menschen als wieder genesen. 

Wie berichtet, startete am Dienstag am Klinikum "Ernst von Bergmann" in Bad Belzig die erste von insgesamt drei geplanten Impfstellen des Landkreises. Die Organisation vor Ort habe gut funktioniert, sagte Schwinzert. Rund 70 Personen wurden mit Astrazeneca geimpft. Für den heutigen Mittwoch hätten sich bislang rund 200 Personen angemeldet, so Schwinzert. Die Zahl der Impfungen soll nun zügig gesteigert werden, sodass wöchentlich über 1000 Dosen verabreicht werden können.

Landkreis sucht Containment-Scouts

Die Kreisverwaltung sucht zudem zusätzliche Hilfe bei der Bewältigung der Corona-Pandemie. Die sogenannten Containment-Scouts sollen das Team der Befund- und Personenerfassung unterstützen und bei der Kontaktermittlung helfen. Derzeit helfen bereits acht solcher Scouts dem Landkreis, sagte Schwinzert. Nun sollen weitere Kräfte eingestellt werden. Die Containment-Scouts bekommen eine Vollzeitstelle befristet auf ein halbes Jahr. Wer Interesse hat, kann eine Bewerbung mit Lebenslauf per Email an [email protected] senden. Weitere Informationen dazu finden sich auf der Webseite des Landkreises.

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