Bürgermeister muss Antrag zurückziehen : Wiederwahl von Rietz in Teltow vertagt

In Teltow wird es künftig zwei Beigeordnete geben. Das haben die Stadtverordneten am Mittwochabend mehrheitlich entschieden.

Foto: Henry Klix

Teltow - Doch mit wem die Stellen besetzt werden, ist noch offen. Die für den Abend geplante Wiederwahl der amtierenden Beigeordneten Beate Rietz (SPD) wurde erst einmal abgesagt. Bürgermeister Thomas Schmidt (SPD) zog seinen Antrag unbegründet zurück, will ihn nach Angaben der Stadtverwaltung aber Anfang Juli zur nächsten Sitzung erneut zur Abstimmung stellen.

Wie berichtet hatte er vorgeschlagen, seine Stellvertreterin, deren Amtszeit im Oktober nach acht Jahren endet, ohne Ausschreibung der Stelle erneut ins Amt zu wählen. Die Wahl selbst war unmittelbar nach der Antragsberatung geplant. Im Vorfeld soll der Bürgermeister die CDU um Unterstützung für seinen Vorschlag gebeten haben. Mit der CDU-Fraktion stellt die SPD in der Stadtverordnetenversammlung eine knappe Mehrheit.

Wahl war vom Ergebnis des Gutachtens zur Marina abhängig

Die CDU hatte zuletzt aber betont, eine Wiederwahl der Beigeordneten vom Gutachten zur Kostensteigerung beim Teltower Hafen abhängig zu machen. Dieses liegt seit Montag vor. Doch hätten die Stadtverordneten noch nicht genug Zeit gehabt, das Papier ausführlich zu lesen, erklärte Fraktionschef Ronny Bereczki. Auf den ersten Blick sei nicht erkennbar, dass Rietz schuldhaftes Handeln beim Hafenprojekt vorzuwerfen sei. Dennoch habe die Fraktionsspitze am Dienstagabend entschieden, keine Wahlvorgabe auszugeben. Eine Mehrheit für Rietz war damit nicht sicher.

Anders bei dem Vorschlag, einen zweiten Beigeordneten-Posten in Teltow zu schaffen. Hier setzten sich CDU und SPD mit einer Abweichler-Stimme der BIT durch. Dem oder der neuen Beigeordneten soll laut Verwaltung künftig das Ressort Ordnung und Sicherheit zugeordnet werden. Die Stelle werde nun ausgeschrieben. Zuvor war vermutet worden, dass die CDU den Posten besetzen soll – als Gegenleistung für die Rietz-Wahl. CDU und SPD dementierten dies. 

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