Brandenburger Landtagswahl : Schon drei Teltower Kandidaten

Im kommenden Herbst wird in Brandenburg ein neuer Landtag gewählt. Aus Potsdam-Mittelmark gibt es schon drei Bewerber.

Hans-Peter Goetz, Friedrich Naumann Stiftung, Teltow Kanal, 18.08.2017 Foto: Sebastian Gabsch PNN
Hans-Peter Goetz, Friedrich Naumann Stiftung, Teltow Kanal, 18.08.2017 Foto: Sebastian Gabsch PNNFoto: Sebastian Gabsch PNN

Teltow – Nach dem Teltower Hans-Peter Goetz zieht es die nächsten Kommunalpolitiker aus der Stadt in die Landespolitik. Auch Andreas Wolf (BfB) und der Sozialdemokrat Sebastian Rüter wollen im September kommenden Jahres einen Platz im Brandenburger Landtag. Der SPD-Ortsvereinsvorsitzende Sebastian Rüter war am vergangenen Freitag bei einer Nominierungsveranstaltung der SPD Potsdam-Mittelmark zum Direktkandidaten im Wahlkreis 20 bestimmt worden. Der 42-Jährige war als einziger Bewerber angetreten und von den Delegierten einstimmig gewählt worden. Rüters tritt damit in die Fußstapfen des Landtagsabgeordneten Sören Kosanke, der bereits frühzeitig angekündigt hatte, für die kommende Landtagswahl nicht mehr zu kandidieren. Kosanke hatte sowohl 2009 als auch 2014 in dem Wahlkreis für die SPD das Direktmandat geholt.


Rüters könnte in dem die Kommunen Teltow, Kleinmachnow, Stahnsdorf und Nuthetal umfassenden Gebiet nun auf die beiden Stadtverordneten Hans-Peter Goetz und Andreas Wolf treffen. Beide wollen ebenfalls in den Landtag, suchen dabei aber den Weg über einen aussichtsreichen Listenplatz. Hans-Peter Goetz hatte bereits vor einigen Wochen öffentlich erklärt, als Spitzenkandidat die derzeit nicht im Brandenburger Landtag vertretenen Liberalen wieder dorthin zurück führen zu wollen. Jetzt kündigte auch Andreas Wolf, Vorsitzender der Teltower Wählergruppe Bürger für Bürger, seine Kandidatur an. "Mein Handschuh ist geworfen, nun obliegt es den Mitgliedern der Freien Wähler, mich zu nominieren", erklärte der 57-Jährige den PNN. Er wolle den amtierenden Vorsitzenden der politischen Vereinigung aus Brandenburger Bürgerbewegungen und Freien Wählern (BVB/Freie Wähler), Peter Vida, auf dem Spitzenplatz vorbehaltlos unterstützen, strebe aber Platz zwei oder drei der Landesliste an, sagte er. 

Für Goetz und Wolf wäre es nicht die erste politische Auseinandersetzung. Beide hatten sich im Herbst vergangenen Jahres auch um das Teltower Bürgermeisteramt beworben. Während Hans-Peter Goetz bereits im ersten Wahlgang ausschied, unterlag der Teltower Andreas Wolf dem amtierenden Bürgermeister Thomas Schmidt (SPD) in einer späteren Stichwahl (PNN berichteten). Trotz ihrer Landtagskandidatur hatten beide zudem erklärt, der Kommunalpolitik treu zu bleiben. So wollen beide bei den Kommunalwahlen im Frühjahr 2019 sowohl für die Stadtverordnetenversammlung als auch den Kreistag kandidieren.

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