Beelitz : Von Gartenschau zu Gartenschau

Beelitz will 2022 mit Torgau und Bad Dürrenberg kooperieren. Erster Gastauftritt im September.

Beelitzer Blütenmeer. Rund um die Nieplitz soll zur Gartenschau ein Park entstehen. Beelitz will 2022 auch an seine Geschichte als Poststation erinnern. Visualisierung: Plancontext
Beelitzer Blütenmeer. Rund um die Nieplitz soll zur Gartenschau ein Park entstehen. Beelitz will 2022 auch an seine Geschichte als...

Beelitz - Es soll das „mitteldeutsche Blütendreieck“ werden: Die Beelitzer Stadtverwaltung plant, zur Landesgartenschau (Laga) im Jahr 2022 eine Kooperation mit den Städten Torgau in Sachsen und Bad Dürrenberg in Sachsen-Anhalt einzugehen. Die drei Städte veranstalten in vier Jahren zeitgleich die Gartenschauen ihrer jeweiligen Länder und liegen maximal 125 Kilometer auseinander, zwischen Beelitz und Torgau sind es sogar nur 75 Kilometer.

„Wir haben viele Gemeinsamkeiten in Fragen der Organisation ausgemacht“, sagt der Beelitzer Bürgermeister Bernhard Knuth (Bürgerbündnis) nach einem Treffen mit den anderen beiden Stadtoberhäuptern. So würden etwa alle Städte im Vorfeld der Gartenschauen die Investitionen selbst in die Hand nehmen und nur für die Durchführung der Schauen eine Gesellschaft gründen, was in Beelitz Anfang 2019 passieren soll.

Wie berichtet sind allein in Beelitz rund um die Laga Investitionen von 10,9 Millionen Euro geplant, 75 Prozent davon werden aus verschiedenen Programmen gefördert. Von dem Geld soll unter anderem ein Naturbadesee und der Nachbau eines slawischen Dorfes entstehen. Zudem soll ein Festplatz gebaut werden.

Im Vordergrund der Beelitzer Gartenschau stünden allerdings Kulinarisches und Genuss aus der Spargelstadt, so Knuth. Durch die Themenschwerpunkte würden sich die benachbarten Gartenschauen unterscheiden. So setze Torgau auf seine Geschichte als Renaissancestadt, Bad Dürrenberg hingegen will die Tradition der Salzgewinnung als Solestandort in den Vordergrund rücken. „Wer also eine Gartenschau besucht, hat längst noch nicht alles gesehen, sondern wird im Gegenteil dazu verlockt, diesen Besuch in zwei weiteren Städten fortzusetzen“, so Knuth. Erste Ideen für Kombi-Tickets für alle drei Gartenschauen gebe es bereits. Auch gemeinsame Werbeaktionen würden die Städte absprechen.

Torgau hat die beiden anderen Städte bereits dazu eingeladen, sich im September beim „Tag der Sachsen“ in der Stadt zu präsentieren. Die Veranstalter erwarten für das Fest vom 7. bis 9. September etwa eine Viertelmillion Besucher. Neben Empfängen des Ministerpräsidenten und der Stadt Beelitz soll es einen Festumzug geben, bei dem die Beelitzer unter anderem mit ihren beiden Spargelmaskottchen dabei sein sollen.

Auf dem Torgauer Marktplatz soll Beelitz zudem beim Fest mit einem Info-Stand vertreten sein. Dort soll laut Stadtverwaltung nicht nur für die Gartenschau, sondern auch für die Stadt und das ganze Land Brandenburg geworben werden.

Bei Touristen ist Beelitz in den vergangenen Jahren immer beliebter geworden. Um die 60 000 Übernachtungen werden dort jährlich gezählt. Neben den Spargelhöfen ist der Baumkronenpfad in den Heilstätten der größte Anziehungspunkt, der jährlich von etwa 200 000 Menschen besucht wird.