Baumblütenfest 2021 : Neues Konzept für Werderaner Volksfest liegt vor

Die Wünsche für die Ausrichtung des Baumblütenfestes sind zu Papier gebracht, jetzt soll das neue Konzept von den Einwohnern online kommentiert werden. 

Entspannt die Baumblüten genießen in den Plantagen am Obstpanoramaweg. 
Entspannt die Baumblüten genießen in den Plantagen am Obstpanoramaweg. Foto: Enrico Bellin

Werder (Havel) - Die Pläne für ein neues Baumblütenfest in Werder (Havel) werden konkreter: Am Donnerstag in einer Woche, dem 28. Mai, soll der Entwurf für ein Basiskonzept zunächst den Stadtverordneten vorgestellt und danach von allen Einwohnern der Stadt sowie Interessierten kommentiert werden können. Die Stadtverwaltung will den Entwurf für das Fest auf einer Onlinebeteiligungsplattform zur Diskussion stellen. Nach Aussagen der Stadtverwaltung soll das nun der letzte Schritt  in einem mehrstufigen

Einwohnerbeteiligungsverfahren zur Neuausrichtung des Festes sein, die Planung dazu haben bereits im vergangenen November begonnen. 

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Baumblütenfest wird neu ausgerichtet

Wie berichtet hat sich die Stadt nachdem sie keinen neuen Betreiber für das Fest gefunden hatte, darauf geeinigt, das traditionelle Volksfest neu auszurichten. Miteinbezogen wurden für die Planung auch die Einwohner, die Stadt ließ das Verfahren durch ihren neuen Referent für Einwohnerbeteiligung, Linus Strothmann, begleiten. Gemeinsam mit dem gemeinnützigen Verein Liquid Democracy hat Werder eine Onlineplattform für Bürgerbeteiligung gestartet, auf der unter anderem auch die Neukonzeption jetzt diskutiert wird. 

Die Ergebnisse des Einwohnerbeteiligungsverfahrens wurden Anfang März der Berliner Agentur Groskopf übergeben. Die Agentur ist unter anderem auf Sicherheitskonzeptionen und -beratungen von Großveranstaltungen spezialisiert. Für Werder soll sie neben dem Basiskonzept auch Machbarkeitsanalysen und ein Sicherheitskonzept erstellen, sowie bei der Umsetzung des finalen Veranstaltungskonzeptes helfen. 

Besäufnis und Prügeleien gab es heute wie damals auf der Baumblüte. Auch auf Postkarten wurde das gezeigt. 
Besäufnis und Prügeleien gab es heute wie damals auf der Baumblüte. Auch auf Postkarten wurde das gezeigt. Foto: Freundeskreis Bismarckhöhe

Gewünscht haben sich die Werderaner, dass 

das Baumblütenfest ein Volksfest für alle bleiben soll, Höfe und Gärten sollen im Mittelpunkt stehen. Das Besäufnis sollte weitgehend entfallen. Die Obstplantagen sollen als Festschauplatz gestärkt werden, dezentrale Schauplätze wie die Inselstadt und der Hohe Weg sollen bei der Neuausrichtung des Festes aber auch eine Rolle spielen. Die Wünsche sind nun in das Basiskonzept eingeflossen, das die Agentur Groskopf im Auftrag der Stadt erstellt hat. Eigentlich sollte der fertige Entwurf des Basiskonzeptes auf einer öffentlichen Veranstaltung vorgestellt und mit den Einwohnern diskutiert werden - doch das fällt wegen der aktuellen Pandemie flach. 
„Alles was im Konzept die inhaltliche Ausrichtung, aber auch die Organisation betrifft, wird auf unserer Onlinebeteiligungsplattform abschnittweise kommentierbar sein“, sagte Bürgermeisterin Manuela Saß.  Hierfür werde die gleiche Plattform genutzt, auf der aktuell eine Onlinebeteiling zum Fuß- und Radverkehr in Werder stattfindet und demnächst auch Vorschläge für den Werderaner Zukunftshaushalt gesammelt werden.

Ein Monat Zeit zum Kommentieren

Wer bei der Plattform einmal angemeldet ist, kann sich an allen Verfahren beteiligen. „Durch die Bündelung verschiedener Verfahren auf einer Plattform hoffen wir, dass sich noch mehr Menschen anmelden und sich einbringen", so der Referent für Einwohnerbeteiligung, Linus Strothmann.  „Die Onlinebeteiligung ist kein vollwertiger Ersatz für Veranstaltungen auf denen man sich Austauschen und Ideen gemeinsam entwickeln kann. Aber gerade in der augenblicklichen Situation ist es eine gute Möglichkeit, die Beteiligung überhaupt zu ermöglichen.“ 
Die Kommentierung des Konzepts zur Baumblüte wird ab 29. Mai bis zum 30. Juni möglich sein. Im Anschluss wird die Berliner Agentur Groskopf damit beauftragt, aus dem Basiskonzept und den Anmerkungen ein Gesamtkonzept zu erstellen, das dann in der Stadtverordnetenversammlung im September als Beschlussantrag eingebracht wird.


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