Potsdam-Mittelmark : Auf dem Kirchhof wird weiter gejagt 92 Wildschweine in

der Region erlegt

Stahnsdorf Die von den Wildschweinen verursachten Schäden sind weiterhin groß – deshalb soll es am 10. Januar auf dem Südwestkirchhof erneut eine Ansitzdrückjagd mit dem anschließenden traditionellen Schüsseltreiben geben. Beim Schlüsseltreiben wird von den Jägern das so genannte Treibergeld eingesammelt, um die Treiber zum Essen und Trinken einzuladen. Nach Aussagen von Friedhofsverwalter Olaf Ihlefeld streifen zuweilen Rotten mit bis zu 20 Schwarzkitteln durch die Anlagen und hinterlassen dann manchen Wildacker. Zugang finden die Tiere auch, weil immer wieder die Zäune rings um den Friedhof beschädigt werden. Erst kürzlich ist am Ende der Bahnhofstraße ein großes Loch gefunden worden. Zur traditionellen Jagd im Januar 2008 waren auf dem Südwestkirchhof neun Wildschweine und zwei Rehe zur Strecke gebracht worden.

Insgesamt hat die Jagdgenossenschaft Stahnsdorf-Kleinmachnow für 2008 eine positive Bilanz gezogen. Seit Juni haben die Weidmänner in der Region 92 Sauen auf die Strecke gelegt, davon 63 in der Gemarkung Kleinmachnow. Zur Jagd bilanz gehören weiterhin zwei Dutzend Rehe. Wie Jagdpächter Hans Diwiszek betont, ist in der Statistik auch das Unfallwild enthalten. Rund 30 Tiere fanden auf den örtlichen Straßen und Wegen den Tod und mussten entsorgt wurden, darunter viele Frischlinge. Schwerpunkt blieb die Chaussee zwischen Güterfelder Eck und Ortseingang Stahnsdorf, wo neun Schwarzkittel und drei Rehe unter die Auto räder kamen. Jo