Auch für Geringverdiener : Werder (Havel) baut 63 neue Wohnungen

Ab Frühjahr beginnt der Bau der neuen Wohnungen. Auch für Geringverdiener soll Wohnraum geschaffen werden.

Die geplanten Häuser in der Schubertstraße (Visualisierung).
Die geplanten Häuser in der Schubertstraße (Visualisierung).Foto: Stadt Werder (Havel)

Werder (Havel) - Ab dem Frühjahr sollen in der Werderaner Schubertstraße 36 neue Wohnungen entstehen. Davon sollen 27 zu günstigen Mieten an Geringverdiener vergeben werden. Wie die Stadtverwaltung auf PNN-Anfrage bestätigte, ist die Baugenehmigung für die beiden Mehrfamilienhäuser erteilt worden. Die Arbeiten sollen zu Jahresanfang ausgeschrieben werden. Für drei neue Mehrfamilienwohnhäuser mit insgesamt 27 Wohnungen soll zudem Anfang 2020 der Bauantrag gestellt werden.


Die städtische Haus- und Grundstücksgesellschaft (HGW) plant seit Jahren, das Grundstück an der Schubertstraße 26 zu bebauen. Dort stand einst ein Kindergarten. Investiert werden sollen knapp 8,8 Millionen Euro. Von der Investitionsbank des Landes Brandenburg gibt es dafür einen Zuschuss von rund 830 000 Euro. Die beiden Häuser werden fünfgeschossig gebaut, wobei das obere Stockwerk teilweise etwas zurückgesetzt wird. Entstehen sollen Wohnungen mit zwei und drei Zimmern, alle barrierefrei zugänglich. Die Fertigstellung ist im Herbst 2021 geplant.

Weiteres Großprojekt geplant


Für Haushalte mit geringem Einkommen, die einen Wohnberechtigungsschein haben, sollen 14 Wohnungen zu einer Miete von 5,50 Euro kalt pro Quadratmeter vergeben werden, bei 13 weiteren soll der Satz 7 Euro betragen. Die restlichen neun Wohnungen sollen ohne diese sogenannte Belegungsbindung vermietet werden. Ein weiteres Großprojekt auf dem Finkenberg bereitet die HGW derzeit vor. Dort sollen 27 barrierefreie Wohnungen in drei Häusern entstehen, heißt es in der Antwort auf die PNN-Anfrage. Die Wohnungen sollen zwischen zwei und vier Zimmer haben. Der Bauantrag soll Anfang des Jahres gestellt werden, einen Termin für einen Baubeginn nannte die Stadt noch nicht.


Die Fläche war auch für den Bau einer Kita im Gespräch. Die Verkehrssituation am Finkenberg, der zwischen der Kemnitzer Straße und dem Plessower See liegt, habe die Stadt jedoch dazu bewogen, die Kita in der Adolf-Damaschke-Straße zu bauen. Während der Finkenberg ein reines Wohngebiet mit schmalen Straßen ist, liegt die Damaschke-Straße zentral in der Innenstadt. Dort hat die HGW bereits eine Kita errichtet, die neue Einrichtung soll wie berichtet in direkter Nachbarschaft entstehen. Auch der Bahnhof ist nicht weit vom Standort entfernt, viele Eltern können ihre Kinder so auf dem Arbeitsweg abgeben und auf dem Heimweg wieder abholen. Die neue Kita wird für rund 200 Kinder geplant. 

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