Attraktives Umland : Kleinmachnow teuerstes Pflaster der Mittelmark

Die Bodenpreise in Potsdam-Mittelmark steigen weiterhin. Kleinmachnow bleibt beim Bauland das teuerste Pflaster.

Blick auf Teltow. 
Blick auf Teltow. Foto: Lutz Hannemann

Potsdam-Mittelmark - Trotz einer sinkenden Zahl von Kaufverträgen und weniger verkaufte Flächen steigen die Bodenpreise in Potsdam-Mittelmark weiterhin an. Das geht aus dem aktuellen Grundstücksmarktbericht des Landkreises für 2019 hervor, den der Kreis in einer Pressemitteilung am Mittwochabend veröffentlicht hat. Der Bericht zeigt, dass nicht mehr alleine das Berliner Umland Käufer anzieht – auch die weiter umliegende Metropolregion wird immer beliebter.

Der Grundstücksmarktbericht, den die Geschäftsstelle des Gutachterausschusses für Grundstückswerte erstellt, setzt sich aus sämtlichen Verkaufsverträgen von Grundstücken, Eigentumswohnungen und anderen Käufen zusammen. Insgesamt sind im vergangenen Jahr 3309 Urkunden eingegangen – das sind 143 Verträge weniger als noch im Jahr 2018. 736,9 Millionen Euro sind dabei umgesetzt worden, was sich in etwa mit den Umsätzen des Vorjahres deckt. 

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Besonders die bebauten Grundstücke brachten 2019 viel Geld ein: Bei 489 Millionen Euro lag der Umsatz und damit elf Prozent mehr als noch im Jahr 2018. Bei den bebauten Grundstücken wurden mit 1269 auch die meisten Verträge abgeschlossen, im Vorjahr waren es 1297. Insgesamt wurden im Jahr 2019 in Potsdam-Mittelmark 2979 Hektar Grundstücksfläche verkauft. Das ist ein Minus von rund 15 Prozent im Vergleich zu 2018.

Auch landwirtschaftliche Flächen sind gefragt

Mit 389 Kaufverträgen insgesamt steht Werder (Havel) an der Spitze. Davon sind alleine 150 Verträge für Wohnungseigentum abgeschlossen worden. An zweiter Stelle steht Brück mit 278 Kaufverträgen. Danach folgen Stahnsdorf mit 259 und Kloster Lehnin mit 239. Das ist ein Indiz dafür, dass nunmehr auch die weiter umliegende Metropolregion immer attraktiver für die Käufer wird. Dafür spricht auch ein Blick auf die Preisentwicklung für Bauland: In der Metropolregion mit entfernteren Kommunen, wie Beelitz, Seddiner See oder Brück, stiegen die Preise um 21 Prozent sogar noch etwas mehr als im direkten Berliner Umland, dort gingen die Preise um 20 Prozent nach oben.

In der weiteren Metropolregion sind vor allem unbebaute Grundstücke sowie land- und forstwirtschaftlichen Flächen gefragt. Bei unbebauten Grundstücken liegt das Amt Brück mit 96 Kaufverträgen vorne. Es folgt Kloster Lehnin mit 88 Verträgen und danach erst Stahnsdorf mit 53 Verkäufen. Auch bei den land- und forstwirtschaftlichen Flächen steht das Amt Brück ganz oben mit 74 Verkäufen, gefolgt von Beelitz mit 64 und Groß Kreutz mit 59. Erst an siebter Stelle steht mit Werder eine Kommune aus dem Berliner Umland.

Die Unterschiede zwischen den beiden Regionen zeigen sich dafür deutlich bei Umsätzen und Preisen: Denn auch wenn Stahnsdorf bei den Kaufabschlüssen nur an dritter Stelle liegt, wurde in der Gemeinde mit insgesamt 115,7 Millionen Euro der höchste Umsatz bei den Verkäufen erzielt. Knapp dahinter liegt Teltow mit 114,3 Millionen Euro, dann Werder (Havel) mit 94,7 Millionen Euro. In der weiteren Metropolregion ist Brück auch bei den Umsätzen Spitzenreiter, doch sind es hier nur 45 Millionen Euro.

Kleinmachnow bleibt teures Pflaster

Beim Bauland bleibt Kleinmachnow das teuerste Pflaster: Zwischen 300 bis 900 Euro pro Quadratmeter bewegte sich im vergangenen Jahr die Preisspanne. In Stahnsdorf waren es zwischen 220 bis 430 Euro pro Quadratmeter, in Teltow 180 bis 450 Euro. Im weiteren Metropolenraum steht Beelitz mit 21 bis 180 Euro an der Spitze. Am wenigsten zahlten die Käufer im vergangenen Jahr im Amt Ziesar mit 4 bis 50 Euro und in der Gemeinde Wiesenburg/Mark mit nur 5 bis 23 Euro.

Richtig teuer ist im Berliner Umland Wohnungseigentum geworden. Zahlten die Käufer in Werder, Teltow und Kleinmachnow 2015 noch durchschnittlich 2500 Euro pro Quadratmeter, waren es 2019 bis zu 3698 Euro. Durchschnittlich wurden im Berliner Umland im vergangenen Jahr 3335 Euro für den Quadratmeter gezahlt – ein Plus von 11,6 Prozent zu 2018. Den höchsten Preis erzielte Kleinmachnow mit 5076 Euro Pro Quadratmeter.

Der Grundstücksmarktbericht 2019 kann kostenlos als PDF auf der Seite des Gutachterausschusses heruntergeladen werden: www.gutachterausschuss-bb.de


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