Lesermeinung : Nicht warten

Standortsuche für eine Moschee in Potsdam

Es gibt in der Stadt genügend geeignete Räume, die Stadtverordneten müssten sich nur zu einem Paradigmenwechsel durchringen: Weg vom unnötigen Totalabriss des Fachhochschul-Gebäudes, hin zu einer behutsamen Erneuerung der Potsdamer Mitte. Selbst bei der beschlossenen Umsetzung des „Leitbautenkonzepts“ könnten in den Blockinnenbereichen zirka 40 Prozent des FH-Gebäudes erhalten bleiben. Die „Säulenhallen“ des Erdgeschosses, wie etwa das „Schaufenster“ der FH, wären hervorragend als Moschee und muslimisches Gemeindezentrun geeignet. Ein ähnliches Beispiel gibt es in Stockholm. Ein Neubau ist nicht erforderlich und die halbherzige „Suche“ nach einem Standort bliebe der Verwaltung erspart.

Bernd Steigerwald, Potsam

Man könnte doch in Krampnitz oder an einem anderen Standort ein Sanierungsobjekt bereitstellen und die Muslime sanieren das in Eigenleistung. Wir in der DDR haben oft selbst Hand angelegt, zum Beispiel für Spartenheime, Anglerheime oder Kulturhäuser – und nicht gewartet, bis ein Segen vom Himmel fällt.

Klaus Dietmar Rudolf, Werder