Leserpost : Die wichtige „Ostmoderne“ ist wurscht

Wohin mit den Skulpturen aus der DDR-Zeit? Leser haben den PNN dazu ihre Meinung geschrieben.

Familie Grün, Brdbg.Strasse (klaer)
Familie Grün, Brdbg.Strasse (klaer)Foto: Bild ohne Text

„Wohin mit den Potsdamer DDR-Skulpturen“ vom 23. Juli

In den letzten Jahren ist man in Potsdam überbordend mit dem Begriff der „Ostmoderne“ belastet worden. Gewisse Bescheidwisser schälten sich heraus und verteidigten sie, die „Ostmoderne“, nahezu heldenhaft.

Die tatsächlichen wichtigen Zeugnisse der „Ostmoderne“, wie die Einzelkunstwerke oder gar das Gesamtkunstwerk Freundschaftsinsel, waren und sind ihnen bis heute allerdings wurscht. Das merkt man besonders dann, wenn Kunstwerke aus welchen Gründen auch immer verlagert werden müssen. Man befasst sich dann keineswegs mit dem Künstler und dessen Werk, sondern man sucht irgendwelche leeren Flächen in der Stadt aus, um sie dann dorthin zu stellen, wie man das mit Papierkörben und Bänken auch immer so macht. Am Ende ist aber jeder verärgert, weil sie wieder einmal nicht richtig platziert wurden. Mit den übriggebliebenen drei Kunstwerken von Jürgen von Woyski aus dem Staudenhof macht man das jetzt auch wieder so. Im Staudenhof standen übrigens noch weitere Kunstwerke von von Woyski, die bereits zu DDR-Zeiten zerstört und nie wieder ersetzt wurden, aber wer weiß das schon.

Erkennbar ist aber auch für jeden Normalbürger, dass von Woyskis Werke weder auf eine Insel, noch auf eine Wiese gehören.

Andreas Kalesse, Berlin