Leserbriefe zum Lichtkonzept für Potsdam : „Licht aus!“

Zu „Rathaus will kein Lichtkonzept“ aus den PNN vom 21.03.2016

 

Am 19.3. fand weltweit die „Earth-Hour“ statt, eine Stunde, in der das Licht ausgeschaltet werden sollte, um ein Zeichen für den Klimawandel zu setzen. An Eifelturm, Brandenburger Tor, Kreml und anderswo wurde das Licht ausgeschaltet. Nun kommt ein Antrag der Grünen für ein Konzept zur Beleuchtung von markanten Bauwerken in Potsdam. Das widerspricht dem, wofür die Grünen als Partei angetreten sind. Eigentlich kann der Weg nur sein, alle solche unnötigen Beleuchtungen zu unterlassen und Energie zu sparen. Auch die Beleuchtung von privaten Fassaden sollte unterbunden werden, sowie jegliche Leuchtwerbung. Nur die aus Sicherheitsgründen erforderliche Mindeststraßenbeleuchtung sollte es geben. Die Lichtverschmutzung muss begrenzt werden. Das wäre ein klares Konzept und ein deutliches Zeichen für den Klimaschutz und es wäre grüne Politik. Der Lichtmasterplan darf eigentlich nur ein Ziel haben und das muss heißen: „Licht aus!“

Robert Stöhr, Potsdam

 

Man kann der Verwaltungsspitze Potsdam nur dazu gratulieren, sich gegen ein Lichtkonzept für Potsdam entschieden zu haben. Zwar wäre es natürlich schön, wenn die sehenswerten Baudenkmale in Potsdam auch nachts angestrahlt würden, nur: man muss sich solch eine „Kunst“ auch leisten können! In Berlin haben wir das schon durchexerziert. Es wird von Entscheidungsträgern zwar euphemistisch gefeiert, nur werden die horrenden Kosten gerne verschwiegen.

Cornel Prüsse, Berlin