Lesermeinung : „Es wird eng“

Auch eine Laufstrecke: Der Volkspark am Bornstedter Feld wird zugunsten von neuen Wohnungen verkleinert. F.: A. Klaer
Auch eine Laufstrecke: Der Volkspark am Bornstedter Feld wird zugunsten von neuen Wohnungen verkleinert. F.: A. Klaer

Zu „Weniger Park für mehr Geld“ vom 8. Juni und der geplanten Verkleinerung des Volksparks im Bornstedter Feld

Bald wird es eng im Park! Dort, wo die neuen Wohnungen entstehen sollen, ist der Volkspark dann nur noch eine große Wiese breit, und wenn die Einfamilienhäuser auf der anderen Seite stehen, könnten sich die Bewohner beider Seiten zuwinken. Mit „unverbautem Blick in den Volkspark“ kann man nicht mehr werben. Es war bereits vor zehn Jahren bekannt, dass der „Buga“-Park einmal kleiner werden soll, aber nachdem hier ein solches Paradies gewachsen ist, mit einer Vielfalt an Freizeitangeboten, die ihresgleichen sucht, eine Oase für alle, die hierher kommen oder wegen des Parks hergezogen sind, muss man umdenken und nach Alternativen suchen. Die viel gepriesene Wohnqualität im Potsdamer Norden wird durch immer dichtere Bebauung irgendwann ins Gegenteil kippen, besonders wenn immer mehr Autos das bereits jetzt ausgelastete Straßennetz verstopfen und die Infrastruktur nicht nachkommt. Potsdam verliert seinen besonderen Charakter als Perle zwischen Wasser, Parks und Kulturerbe. Mein sieben Jahre alter Sohn schimpft jetzt schon beim Anblick der vielen neuen Baufelder rund um den Park: Müssen die denn alles zubauen? Er hat es auf den Punkt gebracht und gesagt: Wenn eine Stadt voll ist, ist sie voll! Zum Volkspark möchte ich noch ergänzen: Danke an die Landschaftsgärtner! Für die perfekte Pflege bis in die kleinsten Ecken zahle ich gern mehr Eintritt!

Alexander Richter, Potsdam