Lesermeinung : Basisabstimmung

„CDU wählt Landeschef im April – Rückendeckung für Senftleben im Vorstand“ vom 16. Februar

Ich frage mich nur, warum es die CDU in Brandenburg so eilig hat mit der Wahl eines neuen Landesvorstandes, nachdem sie immer wieder Niederlagen einstecken muss. Da wäre es doch viel sinnvoller, wenn die amtierenden Vertreter erst einmal die CDU-Mitglieder in Ruhe befragen würden, um zu hören, warum es an der Basis rumort. Die Unzufriedenheit ist so groß, dass bei anstehenden Vorstandswahlen nur 25 bis 30 Prozent der Mitglieder erscheinen. Das muss doch den Vorständen zu denken geben. Sie sollten – wie es dem früheren Bundespräsidenten von Weizsäcker nachgesagt wird – sich mehr auf „Empfang stellen statt auf Sendung“. Dann würden sie erkennen, dass die Mitglieder in ihren Vorständen keine „Strippenzieher“, sondern Menschen sehen wollen, bei denen sie erkennen, dass es ihnen nicht um das eigene Wohl, sondern um das der Partei und damit um das Wohl der Bürger und des Landes geht. Die Postenverteilung kann nicht in Vorständen stattfinden, sondern es sind innerparteiliche Mehrheiten und Bedenken der Wählerakzeptanz notwendig. Die Zunahme der AfD-Wähler findet nicht nur durch rechte Wähler statt, sondern in vielen Fällen durch unzufriedene und sich nicht verstanden fühlende CDU-Wähler. Sophia Wolf, Potsdam