Lesermeinung : „ … in keinster Weise mit einer Sperrung des Uferwegs zu tun“

„Sorge wegen neuer Uferwegsperre“ vom 23. November

Wir möchten eindeutig erklären, dass die von uns begonnenen Maßnahmen, die in Kürze fortgesetzt werden, in keinster Weise etwas mit einer Sperrung des Uferweges zu tun haben. Wir haben uns immer dafür ausgesprochen, den Uferweg auf der Trasse des alten Kolonnenweges (der sich auf unserem Privatgrundstück befindet) aufrecht zu erhalten, damit die Bevölkerung diesen nutzen kann. Als Gegenleistung haben wir deutlich gemacht, dass wir vom Kolonnenweg seeseitig unser Grundstück individuell gestalten und nutzen wollen.

Den Weg auf dem alten Kolonnenweg zu belassen, ist aus unserer Sicht kostengünstiger und dokumentiert die Historie der jüngsten deutschen Geschichte besser und deutlicher. Die Anlage eines Holzschichtzaunes mit einer Panzersperre zu vergleichen gehört ins Absurde. Eine solche Hecke ist naturnah und bietet Lebensraum für Vögel, Kleinsäuger sowie Insekten.

Im Übrigen möchten wir klarstellen, dass sich unsere Maßnahmen auf der Grundlage des B-Plans im „privaten Grün“ befinden. Eine weitere nicht richtige Darstellung in Ihrem Artikel ist die Aussage des Stadtsprechers Herrn Schulz: „ … wir führen mit jedem Gespräche, wo eine einvernehmliche Lösung möglich erscheint … “. Mit uns hat seit Jahren keiner das Gespräch gesucht!

Wir als Familie kennen die Abläufe der letzten Jahre bezüglich unseres Mauergrundstückes, einschließlich Weg. Wenn wir jedoch den Artikel mit den genannten Formulierungen und Fehldarstellungen lesen, kommt man zu dem Eindruck, dass bei der Bevölkerung, die natürlich nicht alle Details kennen kann, bewusst eine Missstimmung gegen die Grundstückseigentümer geschürt wird.

Wir möchten auch die Frage „Warum jetzt?“ beantworten. Die pauschale Antwort dazu ist: Irgendwann ist das Maß voll. Im Detail bedeutet das, man möchte nicht ständig Unrat und sonstigen Schmutz bis hin zu Windeln von Kleinkindern beräumen. Auseinandersetzungen mit Hundebadern, die unsere Enkelkinder beschimpfen und sie auffordern, sie mögen woanders baden. Nicht angeleinte Hunde lassen keinem Kleinsäuger oder Bodenbrüter im Streifen zwischen ehemaligen Kolonnenweg und Ufer eine Chance.

Es gibt aber auch erfreuliche Ansätze. In der „Märkischen Allgemeinen Zeitung“ vom 27. Oktober 2016 war ein Interview mit einem maßgeblichen Kommunalpolitiker unseres Ortes Groß Glienicke veröffentlicht. Die darin dargelegten Antworten treffen sehr nahe unsere Auffassungen im Interesse einer Gesamtlösung der bestehenden Ufer- und Wegeproblematik.

Familie Bartel, Groß Glienicke