Kommentar | Neue Klimaschutz-Denkfabrik : Potsdam ist ein Labor der Moderne

Das "Bauhaus der Erde" will die Welt retten. Von Potsdam aus. Von wo auch sonst? Ein Kommentar. 

Der Potsdamer Einsteinturm im Wissenschaftspark auf dem Telegrafenberg. 
Der Potsdamer Einsteinturm im Wissenschaftspark auf dem Telegrafenberg. Foto: Ottmar Winter PNN

Die Mission heißt Weltrettung, Holz statt Beton. Das „Bauhaus der Erde“, ein junger Thinktank mit Klimaschutzpapst Hans Joachim Schellnhuber, der die Bundesregierung beriet, nimmt seinen Sitz in Potsdam. Um von hier aus die „Bauwende“ voranzutreiben, die genau wie die Energie- und Mobilitätswende unerlässlich ist, um den menschengemachten Klimawandel zu stoppen. Gleich den Planeten verändern, eine neue Bauhausbewegung auslösen? Klar, dass man da Zweifel haben kann. Anderseits: Jedes Große beginnt klein, wäre aber mit Kleingeist erst gar nicht möglich. Und Schellnhuber, einer der renommiertesten Experten weltweit, hat in Potsdam bereits ein international führendes Klimaschutzinstitut aufgebaut. Seit 1992 übrigens, da waren viele junge Leute von Fridays for Future noch nicht geboren. Für den Thinktank sind die ersten Millionen gesammelt. Warum aber Potsdam? Das ist kein Zufall. Diese prosperierende Stadt vor den Toren Berlins zieht wegen ihrer Symbiose aus Historie und Landschaft, aus Lebensqualität und offenem Klima, immer mehr kluge, innovative Geister an. Dieser Ort ist ein Labor der Moderne, der Transformation in Deutschland. Weitsichtige Unternehmer, Macher und Mäzene haben längst erkannt, dass es sich lohnt, auf Potsdam zu setzen.