Kommentar | Helferprämie : Bonus für alle

Eine Helferprämie für das Personal der Krankenhäuser neben dem Bergmann-Klinikum ist eine gute Sache. Nur wer bezahlt das? Es gäbe eine Lösung, meint PNN-Chefredakteurin Sabine Schicketanz.

In der Verwaltung der Stadt Potsdam denkt darüber nach, auch dem Personal anderer Krankenhäuser neben dem Bergmann eine Helferprämie zu zahlen.
In der Verwaltung der Stadt Potsdam denkt darüber nach, auch dem Personal anderer Krankenhäuser neben dem Bergmann eine...Foto: Michael Kappeler/dpa (Symbolbild)

Die einen bekommen 500 Euro, die anderen einen Gutschein fürs Schwimmbad blu: So krass könnte der Unterschied ausfallen zwischen dem Coronabonus, den Mitarbeitende des kommunalen Bergmann-Klinikums und jene der christlichen Kliniken und anderer sozialer Träger in der Stadt bekommen. Das ist bitter – aber es ist nicht zu ändern. Denn klar ist: Die Stadt kann als Gesellschafter des Klinikums finanziell frei agieren; für privatwirtschaftliche Unternehmen kann sie nicht ohne weiteres ihren Haushalt bemühen. 

Sabine Schicketanz, PNN-Chefredakteurin.
Sabine Schicketanz, PNN-Chefredakteurin.Foto: Sebastian Gabsch

Eine Helferprämie ins Leben zu rufen, scheint ein guter Schritt – doch es muss und sollte nicht der letzte sein. Jetzt kann die Stadt zeigen, dass sie zusammensteht und jenen Menschen wirklich nachhaltig dankbar ist, die in den vergangenen Monaten in Potsdam mit hohem persönlichen Risiko einer Coronainfektion, meist unter erschwerten Bedingungen und mit überschaubarem Gehalt ihren Dienst getan haben. Unternehmen, die nicht von der Krise gebeutelt sind, als auch wohlhabende Bürger gibt es auch in der Landeshauptstadt. Sie könnten Spenden in einen Helferfonds einzahlen, genauso natürlich wie jeder andere Potsdamer, ob es nun zehn, 100 oder 10.000 Euro sind. So könnte es einen guten Coronabonus für alle geben, die ihn längst verdient haben.