• Kommentar | Debatte ums Rechenzentrum: Koexistenz und Versöhnung

Kommentar | Debatte ums Rechenzentrum : Koexistenz und Versöhnung

PNN-Autor Erik Wenk findet, Rechenzentrum und Garnisonkirche können nebeneinander stehen. Alles andere wäre eine politische Entscheidung. Ein Kommentar.

Rechenzentrum und Garnisonkirchenbaustelle nebeneinander. 
Rechenzentrum und Garnisonkirchenbaustelle nebeneinander. Foto: Andreas Klaer

Potsdam - Wer den halben Turm der Garnisonkirche und das Rechenzentrum an der Breiten Straße nebeneinander stehen sieht, dem fällt auf: Eine friedliche Koexistenz ist baulich jetzt schon möglich. Und das wäre sie auch in Zukunft, ohne grobe Verstöße gegen Abstandsregeln und Brandschutz, wie drei Gutachter im Auftrag von Architects for Future befanden. Doch nicht die physische Koexistenz ist das Problem: Dass es nicht wirklich baurechtliche Gründe sind, aus denen das Rechenzentrum zum Teil oder ganz abgerissen werden soll, dürfte auch Architects for Future bewusst sein.

Natürlich gibt es keine zwingende Notwendigkeit, das Rechenzentrum abzureißen. Es geht schlicht um eine städtebauliche und politische Entscheidung, egal wie sinnvoll sie für die Allgemeinheit sein mag. „Man gewinnt nichts dabei, man verliert nur“, sagt Frauke Röth von Architects for Future. 

Wieviel mehr wäre zu gewinnen mit dem Erhalt des Rechenzentrums, für den man sich städtebaulich genauso gut entscheiden könnte: Nicht nur viele nutzbare Räume für Kreative, sondern vor allem die Chance, historische Brüche sichtbar zu machen und ein Zeichen für das zu setzen, wofür die Garnisonkirche laut der Stiftung in erster Linie stehen soll: Versöhnung.

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