Kultur : ZUR PERSON

Martin Walser,

1927 in Wasserburg geboren, lebt in Überlingen am Bodensee. Für sein literarisches Werk erhielt er zahlreiche Preise, darunter 1981 den Georg-Büchner-Preis und 1998 den Friedenspreis des Deutschen Buchhandels.

Bei dessen Verleihung hielt er am 11. Oktober 1998 in der Frankfurter Paulskirche eine bis heute umstrittene Rede, in der er von einer „Instrumentalisierung des Holocaust“ sprach. Es kam zu Protesten.

Erneut Streit gab es, als 2002 Walsers Roman „Tod eines Kritikers“ erschien, der den Literaturkritiker Marcel Reich-Ranicki als Person und als Symbol einer unredlichen Kulturszene kritisierte. FAZ-Herausgeber Frank Schirrmacher kritisierte es als „Spiel mit antisemitischen Klischees“. alm