• Stadt schreibt Chorförderung für 2018 aus Fördersumme wurde um 9000 Euro aufgestockt

Kultur : Stadt schreibt Chorförderung für 2018 aus Fördersumme wurde um 9000 Euro aufgestockt

Die Stadt Potsdam hat Fördermittel für Chorprojekte für das Jahr 2018 ausgeschrieben. Insgesamt vergibt der Fachbereich Kultur und Museum 116 100 Euro und stellt damit mehr Geld als zuvor für chormusikalische und chorsinfonische Aufführungen zur Verfügung. Ziel sei es, so heißt es in einer Pressemitteilung, die kulturelle Vielfalt der Landeshauptstadt insbesondere im Genre Musik durch die Pflege wertvoller Chormusik zu stärken.

Die Fördersummen sind in den vergangenen zwei Ausschreibeperioden gestiegen. Im vergangenen Jahr finanzierte die Stadt die Chorarbeit mit 107 000 Euro und somit knapp 9000 Euro weniger als aktuell. Gelder können alle Chöre beantragen – vom Kinderchor über renommierte Chöre bis hin zu innovativen Chorprojekten.

Erstmals verzichtet die Stadt in der laufenden Ausschreibung darauf, die Chöre ab einer Größe von rund 24 Mitgliedern formell zu verpflichten, vorab für die Begleitung ihrer chorsinfonischen Aufführungen zunächst das Staatsorchester Frankfurt (Oder) beziehungsweise die Kammerakademie Potsdam schriftlich anzufragen. Chöre hatten diesen Passus immer wieder als nicht umsetzbar und als Eingriff in ihre künstlerische Freiheit moniert. Auch wurde zuletzt Kritik an der Vergabepraxis der Gelder laut (PNN berichteten). Chöre wie der Potsdamer Oratorienchor und die Potsdamer Kantorei hatten die Zusammensetzung der Jury bemängelt, mit der die Stadt sich Expertise einholt, um über die Verteilung der Gelder zu entscheiden. Die Jury besteht aktuell aus dem ehemaligen PNN-Kulturressortleiter und freien Autor Klaus Büstrin und der Geschäftsführerin des Nikolaisaals, Andrea Palent. Die Chorleiter sahen Palent als Konzertveranstalterin als direkte Konkurrenz; Büstrin und Palent wiesen diese Vorwürfe zurück.

Abgabetermin für die Förderanträge ist der 29. September 2017. Im November soll über die Vergabe der Mittel entschieden und im Kulturausschuss darüber berichtet werden.giw

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