• "Scobel fragt": Die Suche nach der "richtigen" Klima-Berichterstattung

"Scobel fragt" : Die Suche nach der "richtigen" Klima-Berichterstattung

TV-Moderator Gert Scobel lädt wieder zum Talk ins Hans-Otto-Theater. Thema dieses Mal: Die Berichterstattung über den Klimawandel.

Stamm einer Birke auf einer vertrockneten ehemaligen Waldfläche in Brandenburg, die bei einem Feuer 2018 abgebrannt war.
Stamm einer Birke auf einer vertrockneten ehemaligen Waldfläche in Brandenburg, die bei einem Feuer 2018 abgebrannt war.Foto: Ralf Hirschberger/dpa

Potsdam - Wie kann der Klimawandel anhand von Bildern veranschaulicht werden? Kann er mithilfe von Kunst oder vielleicht durch Computerspiele spürbar für uns werden? Seit über zehn Jahren forscht Birgit Schneider, Professorin für Medienökologie an der Universität Potsdam, inwieweit Bilder dazu beitragen können, dass Wissen über die Veränderung des Erdklimas verbreitet wird. Am Dienstag, dem 7. Mai, ist Birgit Schneider gemeinsam mit Ricarda Winkelmann vom Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung im Hans Otto Theater bei der Veranstaltung „Scobel fragt“ zu Gast. Bei dem Fernsehmoderator Gert Scobel, bekannt durch die „Buchzeit“ auf 3sat, diskutieren sie über die Rolle von Narrativen. Winkelmann ist Juniorprofessorin für Klimasystemanalyse an der Uni Potsdam und hat am jüngsten Bericht des Weltklimarats Intergovernmental Panel on Climate Change mitgewirkt.

Fernsehmoderator Gert Scobel.
Fernsehmoderator Gert Scobel.Foto: ZDF / Jana Kay

„Man motiviert erst dann zu Handlungen, wenn man einen positiven Rahmen entwirft“, sagt Schneider. Es müsse eine Geschichte her, die ermächtigend wirkt, die deutlich macht, dass es sich auch für den Einzelnen lohnt, tätig zu werden. Keine Ängste, kein Horror. Viele hätten indes das Gefühl, dass nur die Politik etwas bewirken kann. „Klimabilder“ heißt Schneiders Projekt, das seit 2009 von der Fritz-Thyssen-Stiftung gefördert wird. Schneider beleuchtet die Seite der Kultur und fragt, welche Möglichkeiten Autoren, Theatermacher und Künstler haben.

Birgit Schneider
Birgit SchneiderFoto: Karla Fritze

Eine Schwierigkeit gebe es dabei: Für verschiedene Zielgruppen müssen verschiedene Bilder her. „Es kann nicht ein Bild für alle geben“, sagt sie. Die Bewegung „Fridays for future“ hält Schneider für beachtlich. Was auch immer ihre Kritiker sagen würden, die Initiative mache deutlich, dass die jüngere Generation nicht an die älteren Generationen glaubt.

Scobel fragt“, Thema: Zukunft Klima, Dienstag, 7. Mai, 19 Uhr, Hans Otto Theater, Schiffbauergasse, Karten ab 13,20 Euro