• Schubertiade im Potsdamer Palais Lichtenau: Meisterpianist Alfred Brendel krönt den Reigen

Schubertiade im Potsdamer Palais Lichtenau : Meisterpianist Alfred Brendel krönt den Reigen

Der Potsdamer Pianist Alexander Untschi gibt dem Potsdamer Musikleben eine besondere Farbe:  Am 24. und 25. November lässt er einen Kammermusik-Schatz leuchten.

Klaus Büstrin
Der österreichische Pianist Alfred Brendel bei seinem letzten Konzert 2008 in Wien. 
Der österreichische Pianist Alfred Brendel bei seinem letzten Konzert 2008 in Wien. Foto: picture-alliance/ dpa

Potsdam - Der Dichter und Legationsrat Franz von Schober hat die Bezeichnung Schubertiade unter den Freunden Franz Schuberts ins Gespräch gebracht. Damit waren die geselligen Zusammenkünfte in privaten Wohnungen gemeint. Der Komponist und Musiker Schubert stand dabei im Mittelpunkt. Dessen Musik hatte es zu seiner Zeit vor allem aus finanziellen Gründen schwer, in öffentlichen Räumen aufgeführt zu werden. Vor allem in Schuberts österreichischer Heimat finden die auch heute beliebten Schubertiaden statt. Der reiche Kammermusik-Schatz des Wiener Komponisten kommt so zur Geltung.

Wie Brendel Schubert interpretierte

Der Potsdamer Pianist Alexander Untschi gibt dem landeshauptstädtischen Musikleben erneut eine besondere Farbe, nämlich mit einer Schubertiade, für die er als Veranstalter fungiert. Gewinnen konnte er für sein Vorhaben die Hauseigentümer des Palais Lichtenau, Tanja und Axel Fischer. Vier Konzerte finden am 24. und 25. November im klassizistischen Festsaal des Palais am Neuen Garten statt. Untschi konnte den Meisterpianisten Alfred Brendel, der in der Öffentlichkeit kein Klavierkonzert mehr gibt, überzeugen, teilzunehmen, um mit seinem Erfahrungsschatz der Interpretation Schubert'scher Musik den Veranstaltungsreigen zu bereichern. Beim ersten Konzert am 24. November, 11 Uhr wird er Schuberts letzte Sonaten (Cellosonate a-Moll und Klaviertrio Es-Dur) moderieren. Sie werden von Mihaela Martin (Violine), Tim Park (Violoncello) sowie von den Pianisten Hagen Schwarzrock und Maro Häring dargeboten. Am Abend des 24. November um 19 Uhr sind die jungen Meisterpianisten Danae Dörken und Mario Häring zu Gast im Palais Lichtenau.

Auf packende "Winterreise" 

Am 25. November singt in einem Recital die Sopranstin Julia Giebel Schuberts „Der Hirt auf dem Felsen“, begleitet von Imogen Cooper und dem Klarinettisten Daniel Hochstöger. Auch Untschi ist mit von der Partie. Zum Abschluss singt der Star-Bariton Georg Nigl am 25. November um 19 Uhr Schuberts packenden Liederzyklus „Die Winterreise“, begleitet von Imogen Cooper am Flügel. 


Am 24. und 25. November im Palais Lichtenau. Karten kosten im Vorverkauf zwischen 50 und 100 Euro; Schubertiade-Pass 250 Euro, buchbar unter [email protected]