• Regionales Spotify: Das Kreativquartier sucht Songs aus Potsdam

Regionales Spotify : Das Kreativquartier sucht Songs aus Potsdam

Eine Online-Plattform soll lokale Bands in der Pandemie sichtbarer machen. Das Elektro-Pop-Duo John Apart aus Potsdam hat bereits einen Song eingereicht.

Felix Noster und Maximilian Sterr (v.l.) sind John Apart. 
Felix Noster und Maximilian Sterr (v.l.) sind John Apart. Foto: promo

Potsdam - Bis das neue Kreativquartier auf dem Areal der Alten Feuerwache fertig ist, dauert es noch eine Weile: Im Herbst 2023 soll das erste Teilstück fertig sein. Projektentwickler Christopher Weiß, einer der Geschäftsführer der Immobilienfirma Glockenweiß, möchte Potsdams Kreative aber jetzt schon sichtbarer machen. „Potsdam ist so vielfältig, und in der gesamten Region gibt es viel tolle neue Musik, die aktuell einfach nicht gesehen wird. Das wollen wir ändern, mit einer Art kleinem, regionalem Spotify“, sagt Weiß. 

Gemeint ist damit die nichtkommerzielle Onlineplattform „KreativQuartier.Art“, die Mitte bis Ende April an den Start gehen soll. Wie über die Radiofunktion von Spotify, die per Zufallswiedergabe Songs verschiedener, sich ähnelnder Bands abspielt, sollen auf KreativQuartier.Art verschiedene Songs von Potsdamer Künstler:innen zu hören sein, die man wie eine Art Online-Radiosendung laufen lassen kann, um so neue Bands zu entdecken. 

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Rund 20 Bands haben sich schon gemeldet

Um die Plattform gut zu bestücken, fordert Glockenweiß lokale Musiker:innen dazu auf, Songs per Mail an [email protected] schicken. Als Betreff soll „Kreativquartier-Musikplayer“ angegeben sein. „Wir haben schon viele Einsendungen bekommen - von Klassik über Jazz bis hin zu Punk und Deutschpop“, sagt Weiß. Rund 20 Bands hätten sich schon gemeldet, angestrebt werden rund 50 bis 60 Songs, die dann durchgehend auf KreativQuartier.Art gestreamt werden sollen, ohne Werbung. 

Zu den ersten Einsendungen gehörte die neue Single „Unsichtbar“ des Potsdamer Elektro-Pop-Duos John Apart. „Kunst und Kultur gehören in Potsdams Mitte und daher freuen wir uns besonders, dass wir schon jetzt mit unserer Musik ein Teil des Projektes sein dürfen“, sagt Max Sterr von John Apart.  

Christopher Weiß, einer der Geschäftsführer der Immobilienfirma Glockenweiß
Christopher Weiß, einer der Geschäftsführer der Immobilienfirma GlockenweißFoto: Ottmar Winter

Filmschaffende sollen Videos drehen - ohne Ton

Um dem Ganzen noch eine optische Komponente zu geben, sollen die Songs zusammen mit kleinen, zufällig wiedergebenden Videoclips gestreamt werden: Hierzu sollen Filmschaffende kleine Videos mit maximal fünf Minuten Länge produzieren. Die Videos dürfen keinen Ton haben und können thematisch von Potsdam handeln, müssen es aber nicht. Ideen können per Mail unter dem Betreff „Filmproduktion“ an [email protected] eingereicht werden. 

Im neuen Kreativquartier sollen neben vielen anderen Kunst- und Kulturschaffenden auch Bands mit Proberäumen unterkommen, eine Nutzung, die im benachbarten Rechenzentrum nicht möglich ist. 800 bis 900 Quadratmeter der geplanten 8000 Quadratmeter Nutzfläche sind daher für Proberäume vorgesehen, zu je neun Euro pro Quadratmeter. „Gerade die Musiker leiden unter der Pandemie und die wollen wir sichtbarer machen“, sagt Weiß.

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