• "Regatta in Venedig": Beschwerde gegen Rückführung von Cross-Bild erfolglos

"Regatta in Venedig" : Beschwerde gegen Rückführung von Cross-Bild erfolglos

Das Museum Barberini hatte ein Bild gezeigt, bei dem es sich um Raubkunst handeln soll. Die Herausgabe wurde gefordert. Das wurde abgelehnt. Jetzt scheiterten die Erben mit ihrer Forderung wiederholt vor Gericht.

"Regatten in Venedig" aus dem Jahr 1903/04 von Henri-Edmond Cross.
"Regatten in Venedig" aus dem Jahr 1903/04 von Henri-Edmond Cross.Foto: Manfred Thomas

Potsdam - Das brandenburgisches Oberlandesgericht hat die Entscheidung des Landgerichts Potsdam im Verfahren über die Herausgabe des Gemäldes “Regatten in Venedig“ von Henri Edmond Cross bestätigt. Demnach war die Rückgabe des Bildes vom Museum Barberini an das Museums of Fine Arts rechtens.

Anfang des Jahres hatte es große Aufregung gegeben. Die Erben eines Kunstsammlers hatten den Vorwurf erhoben, dass das Cross-Bild 1940 von der Wehrmacht geraubt worden und in den späten 50er Jahren in den Besitz Museums of Fine Arts im US-amerikanischen Houston gekommen sein soll. Das Bild war als Leihgabe nach Potsdam gekommen und Ende des Jahres 2018 im Rahmen einer großen Cross-Ausstellung im Museum Barberini zu sehen.

Erben forderten Herausgabe

Im Januar hatten sich Erben des französischen Sammlers Gaston Lévy gemeldet, Anspruch auf Eigentümerschaft an das Bild erhoben und die Herausgabe des Werks gefordert. Man wolle "den Abtransport von Raubgut aus Deutschland" verhindern, argumentierte der Anwalt. Die Kläger befürchten, dass das Bild eventuell beiseite geschafft werden, die Gefahr des „Verschwindens“ bestehen würde.

Das Landgericht Potsdam sah diese Gefahr nicht gegeben. Das „Museum of Fine Arts in Houston, sei bekannt und institutionalisiert und rühme sich öffentlich des Eigentums an dem Gemälde“, ein plötzliches Verschwinden nicht wahrscheinlich, hieß es in der Begegründung.

Dieser Argumentation folgte nun das brandenburgische Oberlandesgericht. Man sehe aufgrund der international anerkannten "Rechtstaatlichkeit des US-Zivilrechtssystems keine Gefahr dafür, dass die Rückführung des Bildes in die USA zu einer Vereitelung der behaupteten eigentumsrechtlichen Herausgabeansprüche führen könnte".