• Potsdamer Filmfestival Moving History: Moving History holt Anlauf zum Sprung

Potsdamer Filmfestival Moving History : Moving History holt Anlauf zum Sprung

Nach einem schillernden Auftakt 2017 macht das Potsdamer Festival für historischen Film in diesem Jahr Pause. Ab 2019 soll es dann aber richtig losgehen: finanziell gesichert und im Jahrestakt. 

Heidi Jäger
Moving History 2017: Leiterin Ilka Brombach, Regisseur Chris Kraus und Schirmherrin Margarethe von Trotta. 
Moving History 2017: Leiterin Ilka Brombach, Regisseur Chris Kraus und Schirmherrin Margarethe von Trotta. Foto: Manfred Thomas Tsp

Das 2017 begründete Festival „moving history“ fällt in diesem Jahr aus. Als Überbrückung zur zweiten Ausgabe im kommenden Jahr gibt es am 20. und 21. September im Filmmuseum ein „Moving History Spezial“. Gezeigt werden zwei Filme, die 2017 im Rahmen der letztjährigen Ausgabe von „moving history – Festival des historischen Films“ in einem Werkstattgespräch vorgestellt worden sind: Felix Moellers „Sympathisanten“ und Gerd Kroskes „SPK-Komplex“.

Nun, ein Jahr später, präsentieren die Regisseure ihr vollendetes Werk. In „Sympathisanten“ geht es um die Auseinandersetzung mit dem Linksterrorismus in der BRD in den 1970er Jahren. Gerd Kroske erzählt in „SPK-Komplex“ eine kaum bekannte Geschichte aus dem „Deutschen Vorherbst“: 1970 gründete der Arzt Wolfgang Huber an der Uni Heidelberg das „Sozialistische Patientenkollektiv“. Die antipsychiatrisch ausgerichtete Gruppe kritisierte fehlende Therapieangebote und die damalige „Verwahr-Psychiatrie“.

Das Festivalthema 2019: 30 Jahre Mauerfall und Wiedervereinigung

Am Beginn der Veranstaltung am kommenden Donnerstag gibt der Festivalverein in Anwesenheit seiner Schirmherrin Margarethe von Trotta einen Ausblick auf die Festivalausgabe 2019 vom 25. bis 29. September im Filmmuseum und Thalia. „Auch das Schwerpunktthema haben wir bereits festgelegt“, so Festivalleiterin Ilka Brombach. Anlässlich des 30. Jahrestags von Revolution, Mauerfall und Wiedervereinigung geht es um 1989/1990. „Darüber hinaus werden wir erstmals auch ein Wettbewerbsprogramm haben.“ 

Wie Brombach betont, habe ihr Verein das Jahr 2018 genutzt, um „moving history“ auf stabilere finanzielle und organisatorische Füße zu stellen. So wird der künftige OB neben von Trotta eine zweite Schirmherrschaft übernehmen, das Bundesministerium für Wissenschaft und Forschung stellt Mittel bereit und Brombach hofft auf Mittel aus dem neuen Städtischen Fördertopf für Festivals

„Moving History Spezial“, am 20. und 21.9., jeweils um 19 Uhr, im Filmmuseum

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