• Meret Becker zu Gast in Potsdam: Ein klares Ja zum Feminsmus

Meret Becker zu Gast in Potsdam : Ein klares Ja zum Feminsmus

Morgen tritt Meret Becker in der Potsdamer Schinkelhalle auf, und zwar in geballter Frauenpower: Gemeinsam mit Tochter Lulu Hacke und Mutter Monika Hansen spricht, singt und pfeift sie auf dem 22. Festival der Frauen. Hier beantwortet die Schauspielerin vorab ein paar Fragen.

Lena Schneider
Meret Becker wird in der Potsdamer Schinkelhalle zusammen mit Mutter und Tochter sprechen, singen und pfeifen. 
Meret Becker wird in der Potsdamer Schinkelhalle zusammen mit Mutter und Tochter sprechen, singen und pfeifen. Foto: Soeren Stache/dpa

Meret Becker, Sie treten in Potsdam zum ersten Mal gemeinsam mit Ihrer Tochter und Mutter auf. Wer hat wen davon überzeugt, dass das eine gute Idee ist?

Cooky Ziesche (die Chefin der Abteilung Film beim RBB, Anm. d. Red.) rief mich an. Und wenn Cooky anruft, will das was heißen.

Ihr Programm nennen Sie "3Birds". Was verbirgt sich hinter diesem Namen?

"bird" ist Englisch und heißt Vogel. "bird" ist aber im Englischen auch die Bezeichnung für Mädchen oder Frau. Wir sind zu dritt …

Und wie sieht das Programm aus, das Sie in der Schinkelhalle zeigen werden? 

Es ist eine Collag, die im weitesten Sinne von Vögeln handelt. Meine Mutter Monika Hansen (ebenfalls Theater- und Filmschauspielerin, Anm. d. Red.) liest, meine Tochter Lulu Hacke singt, ich bin Hybrid zwischen den beiden, Mädchen für alles. Wir haben natürlich nicht nur Papier zum Lesen dabei, sondern auch lauter kleine Dinge, die wir bespielen. Ich glaube es ist recht kurzweilig.

Was wäre ein Zitat aus dem Programm, an dem Ihnen besonders liegt?

"Vögel, so dachte man lange, seien dumm. Diese Ansicht ist Schnee von gestern!"

Der Rahmen der Veranstaltung ist das 22. Frauenfestival. Begreifen Sie sich als Feministin? 

Ein klares Ja. Aber ein Sich-Bemühen zum gerechteren Miteinander, egal welchen Geschlechts - das ist, was ich einen guten Weg finde. Trotzdem, manchmal steigen einem schon Tränen der Wut in die Augen. 
Übrigens ist das ein generelles Anliegen meinerseits. Nicht nur was weiblich, männlich und alles dazwischen angeht, sondern auch bezüglich Menschen verschiedener Herkunft, Kultur und Aussehen. Wenn wir einander fair behandeln und uns nicht als Opfer und Täter fühlen müssen, geht es allen Beteiligten besser.

Was ist der beste Rat, den Sie als Frau von Ihrer Mutter mit auf den Weg bekommen haben?

Den besten Rat bekam ich tatsächlich von meinem Vater. Otto (der Schauspieler Otto Sander, Anm. d. Red.) hat immer gesagt: Bleib bei Dir.

Und was ist der schlechteste Rat, den Sie Ihrer eigenen Tochter mit auf den Weg gegeben haben?

Beeil Dich.