• Mehr als 20 Veranstaltungen : Schlaatz wird zur Sommerbühne

Mehr als 20 Veranstaltungen : Schlaatz wird zur Sommerbühne

Konzerte, Theater, Tanz, Filme und Lesungen: Mobile Freiluftbühnen sollen nach der Krise für eine Wiederbelebung der Kultur und des Miteinanders sorgen - jenseits des Zentrums.

Konzert des Gitarristen Alan Ibrahim und der Cellistin Susanne Knast im Schlaatz als Teil des "Potsdamer Kultursommers 2021".
Konzert des Gitarristen Alan Ibrahim und der Cellistin Susanne Knast im Schlaatz als Teil des "Potsdamer Kultursommers 2021".Foto: Promo

Potsdam - Die Auftritte von Künstler:innen der fabrik waren der Auftakt, jetzt wird nachgelegt: Das Bürgerhaus am Schlaatz hat einen Kultursommer angekündigt, der sich an verschiedenen Orten im Wohngebiet abspielen und insgesamt über 20 Veranstaltungen umfassen wird. Das gesamte Viertel an der Nuthe soll zur Open-Air-Bühne werden, teilten die Veranstalter mit.

Angedacht sind mobile, temporär errichtete Veranstaltungsorte im Stadtviertel: eine Kinder- und Sommerbühne am Bürgerhaus etwa, sowie ein provisorisches „Pop-Up-Format“ auf der Schlaatzer Welle, auf dem Platz an der Sonnenuhr und auf Wiesen und Innenhöfen des Wohngebiets. Es soll Open-Air-Konzerte, Theateraufführungen, Tanz-Performances, Filme und Lesungen geben. 

Bündnis aus Bürgerhaus, fabrik und Begegnungszentrum

Eine Sommerkinoreihe will im Jahr der Bundestagswahl zudem explizit politische Themen aufgreifen: Gezeigt wird etwa „Schrott oder Chance“ über den Abriss der Alten Fachhochschule oder „Subtexte – der Kampf um Freiräume“ über Hausbesetzungen in Potsdam. 

Hinter der Veranstaltungsserie steht ein Bündnis aus Bürgerhaus am Schlaatz, fabrik Potsdam und dem Begegnungsort Friedrich-Reinsch-Haus. Finanziert werden das Ganze als Teil des „Potsdamer Kultursommers“ durch Bundesmittel aus dem Programm „Neustart Kultur“. Regionale und internationale Kulturschaffende sollen sich präsentieren – dezidiert jenseits bekannter Kulturorte im Potsdamer Zentrum oder auf der Schiffbauergasse. 

Kultur für die, die den Laden am Laufen halten

Eine Wiederbelebung des kulturellen Lebens Potsdams nach der Pandemie dürfe nicht ohne die zentrumsfernen Stadtteile stattfinden, so Tim Spotowitz, Leiter des Bürgerhauses. Denn hier lebten häufig jene Menschen, „die seit vielen Monaten den Laden am Laufen halten. Gerade hier soll durch Kultur im öffentlichen Raum die Gemeinschaft gestärkt und das soziale Leben nach schweren Corona-Monaten stabilisiert werden.“

Der Auftakt ist gemacht: Bevor die Zirkus-Performance „La Fuite“ an der fabrik die Tanztage eröffnete, war sie im Juni im Schlaatz zu Gast. Auch ein Klassik-Konzert des syrischen Gitarristen Alan Ibrahim und der polnischen Cellistin Susanne Knast gab es schon – Beginn einer kleinen Konzertreihe, die sich am heutigen Freitag um 18 Uhr fortsetzt. Diesmal ist die Potsdamer Flötistin Sabine Vogel dabei, zusammen mit der italienischen Soundkünstlerin Marta Zapparoli. 

Abschlussfest auf der Wiese am Falkenhorst

Weiterhin geplant sind Auftritte der Singer-Songwriterin Maike Rosa Vogel, der Tänzerin Lea Martini, der Cottbusser tanzkompanie golde g., des Vereins MitMachMusik e.V., und der Potsdamer Künstler Lukas Schapp und Stevie Koglin. Krönenden Abschluss bildet am 25. September ein Nachbarschaftsfest auf der großen Wiese am Falkenhorst. Alle Veranstaltungen sind kostenlos, der Einlass beginnt etwa 30 Minuten vor Veranstaltungsbeginn – solange die Plätze reichen. 


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