• Kammerakademie eröffnet "Pop-Up-Laden": Mehr Musik auf Potsdams Broadway

Kammerakademie eröffnet "Pop-Up-Laden" : Mehr Musik auf Potsdams Broadway

Acht Monate ist es her, dass die Kammerakademie Potsdam vor Zuschauern gespielt hat. Eine neue Nähe zum Publikum sucht das Orchester jetzt mitten im Zentrum: in einem temporären Laden.

Die Kammerakademie Potsdam spielt bis Ende August jetzt täglich live im KAPladen in der Brandenburger Straße 19.
Die Kammerakademie Potsdam spielt bis Ende August jetzt täglich live im KAPladen in der Brandenburger Straße 19.Foto: Ottmar Winter PNN

Potsdam - Die Kammerakademie Potsdam eröffnet eine Sommer-Dependance in der Brandenburger Straße. „KAPladen“ heißt der neue Standort in der Nummer 19, der bis 31. August ein Begegnungsort im Zentrum sein will. Hier soll dienstags bis samstags von 15 bis 19 Uhr live Musik gemacht, das Digitalarchiv des Orchesters vorgestellt, mit Kindern gebastelt und mit Erwachsenen diskutiert werden.

Das letzte Konzert ist acht Monate her

Das Geschäft hatte zuvor lange leer gestanden - und war dann mithilfe von Stefan Frerichs, Leiter der Potsdamer Wirtschaftsförderung, an die KAP vermittelt worden. Der Vermieter will nicht genannt werden, sei aber sehr entgegenkommend, so Frerichs. KAP-Geschäftsführer Alexander Hollensteiner freut sich über die Möglichkeit, hier endlich wieder mit Publikum in direkten Kontakt treten zu können: Das letzte Konzert vor Publikum hat die KAP am 17. Oktober gespielt. Vor acht Monaten.

Drei Monate lang ist die KAP jetzt im Zentrum auf der Brandenburger Straße in einem ehemaligen Geschäft zuhause.
Drei Monate lang ist die KAP jetzt im Zentrum auf der Brandenburger Straße in einem ehemaligen Geschäft zuhause.Foto: Ottmar Winter PNN

Infolge des letzten Lockdowns hatte sich die KAP auf die Produktion von digitalen Formaten konzentriert. Es entstand die digitale Kinderkonzert-Serie „KiKoKAP“, ein Konzertmitschnitt mit der Geigerin Antje Weithaas im Nikolaisaal Potsdam und in Zusammenarbeit mit den Videokünstlern von Xenorama die 3-D-Multimedia-Produktion „Reflect“. All das kann man in Form von Mitschnitten im KAPladen jetzt nochmal Revue passieren lassen - letzteres sogar komplett mit Kopfhörern und VR-Brille.

Ein Geschäft, in dem nichts verkauft wird

Verkauft wird also nichts in diesem Geschäft - aber, so Hollensteiner, „es verschenkt sich auch niemand“. Am Ausgang kann, wer will, das kostenlose Konzerterlebnis mit einer Spende bedenken. Nach einer Zeit der Live-Abstinenz bereitet sich das Orchester jetzt wieder auf Auftritte vor Publikum vor. 

Der Wiedereinstand wird am morgigen Freitag (25. Juni) im Palais Lichtenau gefeiert, und zwar gleich doppelt: Mit dem Musikalischen Salon und den Oboist:innen Jan Böttcher und Birgit Zemlicka-Holthaus. Um 16 und um 19.30 Uhr spielen sie Werke von Georg Friedrich Händel und Johann Friedrich Fasch.

Was die KAP noch plant

Vom 3. bis 17. Juli gibt es nochmals „Reflect“ live in der Waschhaus Arena, am 30. Juli spielt dort open air die KAP mit dem Mandolinisten Avi Avital. Und in der kommenden Saison? Wird groß Geburtstag gefeiert: Die Kammerakademie wird 20 Jahre alt und schenkt sich ein neues Design, licht und leicht. Auch das kann im Laden schon erkundet werden.


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