• Hauptsache tanzbar: Kama Orchestra debütiert in der fabrik

Hauptsache tanzbar : Kama Orchestra debütiert in der fabrik

Gleich 23 Musiker:innen aus verschiedensten Richtungen umfasst das „Groove- und Tanzorchester“, das beim Jazzlab seinen ersten Auftritt hat. Ins Leben gerufen wurde das Projekt von Kai Mader.

Das Kama Orchestra während der Vorbereitungen.
Das Kama Orchestra während der Vorbereitungen.Foto: Samuel Cronenberg

Potsdam - Groovende Rhythmen, schmetternde Bläser: Mit dem Kama Orchestra ist Potsdam um ein einzigartiges Musikprojekt reicher. 23 Musiker:innen aus verschiedensten Richtungen umfasst das „Groove- und Tanzorchester“, wie es Kai Mader nennt. Der Gründer des Potsdamer Lalonova-Labels hat das Projekt ins Leben gerufen, das am Freitag beim Jazzlab in der fabrik Potsdam seinen ersten Auftritt haben wird (der Eintritt ist frei, es gilt 2G).

Rund die Hälfte des Orchesters, das im kommenden Jahr auf bis zu 30 Personen wachsen soll, ist mit Blasinstrumenten wie Trompete, Posaune oder Saxophon besetzt, der Rest sorgt mit Gitarre, Bass, Schlagzeug und Perkussion für den Rhythmus. Das Ergebnis ist ein wilder Mix aus sehr tanzbaren Stilen wie Dupstep, Afrobeat und House, entfernt erinnert der Ansatz des Kama Orchestras an die Hamburger Marching-Band Meute, die mit ihrem Brass-Sound Techno- und House-Beats erzeugt.

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Kein Orchester im klassischen Sinne

„Wir sind kein gecastetes Profiorchester, sondern sehr divers durchmischt“, sagt Mader. Ihm war es wichtig, Musiker:innen verschiedenen Alters, Geschlechts und Herkunft zusammenzubringen, Laien ebenso wie Profis. Im Zusammenhang mit dem 2020 gegründeten Potsdamer Vereins „Verstärker e.V.“ sprachen Mader und seine musikalischen Kolleg:innen dafür Menschen in ihrem Umfeld an. Proben finden seit Mai dieses Jahres im linksalternativen Club Spartacus statt, vor kurzem wurden sogar die ersten Songs im Studio aufgenommen. „Wir sind mittlerweile richtig toll zusammengewachsen und haben ein echtes Wir-Gefühl entwickelt“, so Mader.

Das Kama Orchestra soll kein Orchester im klassischen Sinne sein, entscheidend sei die Freude am gemeinsamen Musizieren, sagt Mader: „In der mitteleuropäischen Musiktradition steht leider oft nicht der Spaß im Vordergrund, sondern eher die Leistung.“ Zudem besonders: Obwohl die Musiker:innen feste Kompositionen spielen, arbeitet das Kama Orchestra komplett ohne Noten. 

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