• Eisheilige Woche und Glasperlenspiel: Wie es mit Konzerten in Potsdam weitergeht

Eisheilige Woche und Glasperlenspiel : Wie es mit Konzerten in Potsdam weitergeht

Absagen, hoffen, streamen: Potsdams Konzertsäle gehen unterschiedlich mit dem Lockdown um. Einige planen digitale Alternativen für Events im Dezember.

Die Band Subway to Sally.
Die Band Subway to Sally.Foto: promo

Potsdam - Die Eisheilige Nacht absagen? Niemals, findet die Potsdamer Band Subway to Sally. „Weihnachtszeit ohne Eisheilige Nacht ist für uns wie Weihnachten ohne Tannenbaum“. Deshalb wird das traditionelle Festival für Freunde der bunten Metal-Gothic-Szene, das seit elf Jahren am 30. Dezember stattfindet und bis zu 3000 Besucher in der Metropolishalle anzog, dieses Jahr als Video-Event in den Nächten vom 25. bis 31. Dezember zu sehen sein. Aufgenommen wird es im Lindenpark, dem Klub, in dem die Konzertkarriere von Subway to Sally in den 90ern begann. 

„Wir werden auf jeden Fall Spaß haben“, sagt Gründungsmitglied Bodenski. Gäste der Eisheiligen Nächte sind in diesem Jahr Musiker von Schandmaul, Feuerschwanz, Saltatio Mortis, Patty Gurdy, Lord of the Lost, Witt und Major Voice, gespielt werden auch Stücke dieser Bands. Karten kann man jetzt schon kaufen auf eisheiligenacht.com. Die für dieses Jahr geplante Hey! Tour soll dann im Februar beginnen. 

Auch der Lindenpark plant großzügig. Dass es vor Januar wieder Konzerte geben wird, das hält Reiko Käske derzeit für eher unwahrscheinlich. „Wir bieten unseren gebuchten Künstlern als Ersatz Streamingkonzerte an, aber die meisten wollen doch lieber einen Live-Termin“, so Käske. 

Glasperlenspiel im Streaming-Konzert

Im Waschhaus sind alle Novemberveranstaltungen abgesagt oder verschoben, sagt Geschäftsführer Mathias Paselt. Digitalen Ersatz gibt es nicht. Falls das Konzertverbot andauert, gibt es immerhin eine Idee für ein Dezemberevent: „Wir planen gerade in Kooperation mit Antenne Brandenburg ein Konzert mit der Band Glasperlenspiel am 18. Dezember in der Arena, das dann gestreamt werden soll“, so Paselt. „Live ist natürlich viel schöner“, aber einen Vorteil habe das Digitale doch: die Reichweite. „Das Konzert kann von überall her und auch später noch gesehen werden.“ Sollte im Dezember der Lockdown gelockert werden, dann dürfen auch Zuschauer dabei sein. Das geht aber nur im Sitzen: 240 oder 150 Personen, je nach Gefahrenstufe, in der Arena, die sonst bis zu 1300 Konzertbesucher fast. 

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Auch im Nikolaisaal ist noch offen, wann es wie weitergeht. „Mitte November wissen wir mehr. Wir hoffen sehr, dass es im Dezember wieder Konzerte geben kann“, so Dramaturgin Astrid Weidauer. Der Klavierabend mit Arcadi Volodos am 4. Dezember ist einer der Höhepunkte des Monats. „Das ist eine Klavierlegende, der hat musikalisch so viel zu sagen. Es hatte lange gedauert, Volodos für ein Konzert nach Potsdam zu holen – es wäre sehr schade, das absagen zu müssen“, so Weidauer. Auch das Familienmusiktheater „Der kleine Häwelmann“, das mehrmals im Programm steht, zum Teil bereits ausverkauft, liegt ihr sehr am Herzen. Streaming, so die Dramaturgin, ist keine Option. „Wir sind ein Haus der Livemusik, das ist unsere Priorität.“ 

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