• Diese WOCHE: Die Kulturredaktion der PNN empfiehlt

Diese WOCHE : Die Kulturredaktion der PNN empfiehlt

Die Woche bringt uns nach Italien, beginnt aber weit im Osten, eine halbe Erdumrundung entfernt. In Wladiwostok. Hier lag der Ausgangspunkt der Reise von Katerina Poladjan und Henning Fritsch, die sie bis zur chinesischen Grenze führte, ins unbekannte Land zwischen Baikalsee und Pazifik. Am heutigen Montag, dem 28. November um 19 Uhr, lesen die beiden im Wist-Literaturladen (Dortustraße 17, Eingang Brandenburger Straße) aus dem Buch, das diese Abenteuerreise nachzeichnet: „Hinter Sibirien. Eine Reise nach Russisch-Fernost“.

Von Wladiwostok zurück ins Potsdamer Zentrum, wo sich in dieser Woche auch neue Welten auftun: Das Museum Barberini (Alter Markt, Humboldtstraße 5–6) öffnet erstmals seine Türen und lädt ein, im Rahmen der Besuchertage, das Gebäude im römischen Stil zu entdecken. Noch ist der Palazzo leer – wird aber eine Woche lang kulturell bespielt. Etwa von HOT-Schauspieler Bernd Geiling, der hier am Mittwoch, dem 30. November, um 16 Uhr Briefe des Geschichtsmalers Johann Gottlieb Puhlmann (geb. 1791 in Potsdam) liest – aus Rom natürlich.

Auch in der zweiten Wochenhälfte bleiben wir thematisch in Potsdams Mitte. Wenige Schritte vom Palast Barberini entfernt wurde hier 1960 die Ruine des Potsdamer Stadtschlosses abgerissen. Der Fotograf Herbert Posmyk hat den Verfall des Schlosses seit 1953 festgehalten. Stardirigent und Wahlpotsdamer Christian Thielemann hat unter dem Titel „Der Untergang des Potsdamer Stadtschlosses“ nun ein Buch mit Posmyks Fotos herausgegeben, das er am Donnerstag, dem 1. Dezember, um 18 Uhr im Potsdam Museum (Am Alten Markt 9) vorstellt.

Vom Friderizianismus in die Endzeit des Kalten Krieges: Wie künstlerisch fruchtbar diese Zeit war, zeigt eine Sonderausstellung, die am Samstag, dem 3. Dezember, um 10 Uhr ebenfalls im Potsdam Museum eröffnet wird. Unter dem Titel „Die wilden 80er Jahre in der deutsch-deutschen Malerei“ werden hier Werke Bernhard Heisigs, dem Leipziger Altmeister der figurativen Malerei, sowie Arbeiten u.a. von Hubertus Giebe, Angela Hampel, Klaus Killisch, Bernd Krenkel und Neo Rauch gezeigt. Die 90 Werke sind bis zum 12. März 2017 zu sehen.les