• Das Duo Celloproject spielt im Palais Lichtenau: Der Zauber eines barocken Blues

Das Duo Celloproject spielt im Palais Lichtenau : Der Zauber eines barocken Blues

Seit vielen Jahren verbindet Eckart Runge musikalische Welten, die unterschiedlicher nicht sein könnten – zumindest auf den ersten Blick. Schaut man genauer hin, so wie der Cellist und sein Klavierpartner Jacques Ammon, dann zeigt sich vor allem eines.

Babette Kaiserkern

Seit vielen Jahren verbindet Eckart Runge musikalische Welten, die unterschiedlicher nicht sein könnten – zumindest auf den ersten Blick. Schaut man genauer hin, so wie der Cellist und sein Klavierpartner Jacques Ammon, dann zeigt sich vor allem eines: Die zauberische Wandlungsfähigkeit der Musik jenseits von Schubladen und Etiketten. Schon bei den vorigen Programmen des Duos Celloproject erwiesen sich die klassisch ausgebildeten Musiker als veritable Grenzgänger. Obwohl der Gründer des legendären Artemis-Quartetts, Celloprofessor an verschiedenen Hochschulen, und der chilenisch-deutsche Pianist Jacques Ammon schon seit fast zwanzig Jahren zusammen spielen, haben sie ihre Musik immer wieder neu erfunden. Sei es Tango, Jazz, Film oder russische Musik – kaum ein Genre war ihnen zu fremd, um daraus nicht eine neue Mischung zu schmieden.

Auch bei ihrem aktuellen Programm BaroqueBlues ergeben sich höchst ungewöhnliche musikalische Verwandtschaften, wie etwa zwischen einem Choral von Johann Sebastian Bach und einem Tango von Astor Piazzolla oder zwischen Opern von Christoph W. Gluck und George Gershwin. Jenseits von akademischer Formstrenge vermittelt das Duo ganz nebenbei ein freiheitliches Konzept von Musik.

Im Grunde war das schon immer ein Merkmal der Musik, speziell im Barock und im Jazz, wo die Improvisation essenziell dazugehört. Dass ihr Programm nicht im seichten Crossover strandet, dafür werden sicher das Können und die Einstellung der Musiker sorgen, die Spielfreude und freundliche Ansprache verbinden.

Celloproject mit Eckart Runge und Jacques Ammon im Palais Lichtenau am Montag, dem 16. Oktober 2017, um 20 Uhr

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