• Brandenburgs freie Szene: T-Werk und fabrik erstmals dreijährig gefördert

Brandenburgs freie Szene : T-Werk und fabrik erstmals dreijährig gefördert

100.000 Euro mehr: Insgesamt 1,64 Millionen Euro erhält Brandenburgs freie Szene 2022 vom Land. Für einige bedeutet die neue Förderrunde auch etwas mehr Sicherheit.

Das Leitungsduo Sabine Chwalisz und Sven Till auf dem Dach der fabrik. Sie wird erstmals über drei Jahre gefördert.
Das Leitungsduo Sabine Chwalisz und Sven Till auf dem Dach der fabrik. Sie wird erstmals über drei Jahre gefördert.Foto: Andreas Klaer

Potsdam - Es ist eine kleine Zäsur im seit Jahren währenden Bemühen um die Zukunftstauglichkeit von Potsdams freier Szene: T-Werk und fabrik erhalten erstmals eine Förderung über drei Jahre. Auch das Theater des Lachens in Frankfurt (Oder) und das theater89 im Landkreis Uckermark werden bis einschließlich 2024 unterstützt, wie das Kulturministerium mitteilt. Insgesamt gibt es für Brandenburgs freie Darstellende Künste in diesem Jahr rund 1,64 Millionen Euro. Das sind 100.000 Euro mehr als 2021. 

Das T-Werk erhält 150 000 Euro, die fabrik 160.000 Euro pro Jahr. Acht Brandenburger Theater erhalten einen solchen Jahreszuschuss. Zudem werden weitere Einzelprojekte von 13 freien Theatern mit insgesamt 410.000 Euro gefördert. Die beiden Potsdamer Häuser bekommen zusätzlich Zuschüsse aus dem Landes-Fonds für Festivals: Die fabrik erhält für die Tanztage 126.000 Euro, das T-Werk für Unidram 96.000 Euro. 

Fünf Einzelprojektförderungen für Potsdamer Gruppen

Auch Potsdams Poetenpack, seit Kurzem mit fester Spielstätte in der Zimmerstraße, bekommt eine Jahresförderung: Mit 70 000 Euro soll das Spielplanmotto „Noch mal davongekommen. Berichte aus dem Provisorium“ verwirklicht werden. Mit zwei Neuproduktionen und vier Wiederaufnahmen will es erkunden, wie die Gesellschaft mit Katastrophen umgeht. 

Von Einzelprojektförderungen profitieren in Potsdam das Neue Globe Theater (17.000 Euro für „Max und Moritz“), das Performance-Duo Kombinat (35.000 Euro für „Kurzschluss“), die Choreografin Laura Heinecke (35.000 Euro für „Schwingungen“), das Theater Nadi (15.000 Euro für „Abenteuer eines Wassertropfens“). Neugierig macht auch das Projekt des teatreBlau: „Moving Rural Opera“ (30.000 Euro) will die Gattung Oper mit einem mobilen Konzept neu entdecken.

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