Kultur : „Auftrieb für Potsdams Kunst“

Foto: Andreas Klaer

Jutta Götzmann, Leiterin des Potsdam Museums

„Ich freue mich auf die Eröffnung des neuen Barberini-Museums. Ich erhoffe mir dadurch starke Synergieeffekte, einen wirklichen Auftrieb für die Kunst in Potsdam und vor allem für den Standort am Alten Markt, an dem das Barberini Museum und das Potsdam Museum Nachbarn sind.

Ich persönlich kenne Frau Westheider noch aus unserer Zeit in Münster, wo wir am LWL Museum für Kunst und Kultur tätig waren. Wir haben uns mittlerweile mehrfach getroffen und ich habe sie zum Direktorenmeeting eingeladen. Dort tauschen sich zwei- bis dreimal im Jahr die Museumsleiter der Potsdamer Mitte über ihre Programmplanung aus. Im Gegenzug hat das Barberini Museum schon vor dem Beginn der Besuchertage die gesamte Belegschaft des Potsdam Museums zu einer Führung eingeladen.

Wir zeigen im Moment eine Ausstellung zu den 80er-Jahren in Ost und West und sehen es als schönen Berührungspunkt, da die Sammlung von Hasso Plattner auch Kunst aus der DDR beinhaltet. Sonderausstellungen werden Jahre im Voraus geplant. Der Ausgangspunkt für unser Projekt ist unsere eigene umfangreiche Sammlung sowie die bedeutende Dauerleihgabe mit Gemälden Bernhard Heisigs, die wir mit international anerkannten Künstlern in einen neuen Kontext stellen.

Beide Museen werden sich also gut ergänzen – in der Größe, in den verfügbaren Mitteln und in der Ausrichtung zwar unterschiedlich, aber durch inhaltlich überzeugende Arbeit übereinstimmend. Das Potsdam Museum hat die Stadt Potsdam als thematisches Fundament und versteht sich als Mehrspartenhaus – im Sinne der Kunst und Kulturgeschichte, die von Potsdam ausgehend regionale und überregionale Entwicklungen aufzeigt.“